Michael Lane und Liang Qiang, Drexel University College of Medicine, Spinal Cord Research Center, Philadelphia, USA

Wiederherstellung des chronisch geschädigten Rückenmarks mit Zelltherapie

Gefördert in: 2019, 2020, 2021


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Problem: Wie nutzt man Zellreparationsstrategien am effektivsten

Ansatzpunkt: Neuartige Transplantationsstrategie

Zielsetzung: Neue Erkenntnisse über transplantierte gliale Zellen und genetische Konversionsmethoden gewinnen

 

Strategien der Zellreparatur wurden genutzt, um das Gewebe vor einem fortschreitenden Schaden zu retten, die Erholung von Rückenmarksgewebe zu fördern und untergegangene Zellen zu ersetzen. Jedes dieser Ziele wird aber am besten zu einem unterschiedlichen Zeitpunkt nach der Verletzung adressiert. Dieses Projekt verwendet eine neue Transplantationsstrategie, um dieser Tatsache in einem 2-Phasen-Prozess Rechnung zu tragen.

In der ersten Phase wird eine „Brücke“ aus Zellen bereitgestellt, die ein Wachstum über die Verletzungsstelle hinweg (und somit die Reparatur des Rückenmarksgewebes) ermöglicht. Das Ziel dieses Experimentes ist es, entstehende gliale Zellen in die Verletzungsstelle zu transplantieren. Diese Zellen haben bereits gezeigt, dass sie nach einer Verletzung eine Struktur wiederherstellen und die Reparatur fördern.

Die zweite Phase ereignet sich Wochen später. Dann können fortschrittliche genetische Methoden verwandt werden, um die glialen Zellen in Neurone umzuwandeln. Das Ziel dieses extrem innovativen Ansatzes ist es, eine neue Zellpopulation bereitzustellen, die sich in die Verletzungsstelle einbindet und eine weitere funktionelle Genesung fördert.

Dieses Projekt wird neue Einsichten bringen, wie transplantierte gliale Zellen zukünftig verwendet werden können, um die Heilung von Rückenmarksgewebe zu fördern. Darüber hinaus erhoffen die Forscher sich Erkenntnisse, wie die genetischen Konversionsmethoden verwendet werden können, um den Typ der Spenderzellen zu verändern und damit ihren Beitrag bei der Erholung nach einer Verletzung zu regulieren.