Angela Filous, The Ohio State University, Columbus, USA

Warum ist das neurologische Outcome nach Infekten schlechter?

Gefördert in: 2019, 2020


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Problem: Querschnittsgelähmte Patienten erleiden eine schwere Immunschwäche

Ansatzpunkt: Verstehen, welche Effekte Bakterien und Immunantwort auf verletztes Nervengewebe haben

Zielsetzung: Entwicklung einer Therapie zur Infektprävention und zum Schutz des Nervensystems

 

Nach einer Querschnittsverletzung ist das Immunsystem der Patienten schwer beeinträchtigt. Dies macht sie gegenüber Infektionen anfällig, die sehr gefährlich sein können. In der Tat ist eine Lungenentzündung die führende Todesursache nach einer Querschnittslähmung. Selbst Patienten, die eine Infektion überleben, zeigen eine schlechte Erholung im Vergleich zu jenen, die niemals eine Infektion durchgemacht haben.

Aufgrund ihrer Verbreitung und ihrer Auswirkung ist es wichtig zu verstehen, wie sich Infektionen auf das Nervensystem niederschlagen, um Patienten das höchstmögliche Erholungspotential zu gewährleisten.

Um dies zu testen hat die Forschergruppe ein neues Lungenenzündungs-Modell bei querschnittsgelähmten Mäusen entwickelt. Dies erlaubt herauszufinden, wie sich Infektionen auf die Genesung auswirken. Indem im Mausmodell die Bedingungen beim Menschen imitiert werden, soll herausgefunden werden, welche Wirkung Bakterien und die Immunantwort auf das Nervensystem und den restlichen Körper nach einer Verletzung haben.

Mit dem Verständnis, wo genau eine Infektion den Körper nach einer Querschnittsverletzung beeinträchtigt, könnte es möglich sein eine Therapien zu entwickeln, die Entzündungen vorbeugen und/oder das Nervensystem vor weiterem Schaden schützen. Dadurch soll das Erholungspotential dieser Patienten erhöht werden.