Crystal Noller und Joshua Aronson, VA Medical Center, White River Junction, White River, USA

Stimulation des Nervus vagus als immunmodulierende Therapie

Gefördert in: 2021, 2022, 2023


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Problem: Entzündung vergrößert Sekundärschaden
Ansatzpunkt: Stimulation des Nervus vagus reduziert den vom Immunsystem vermittelten Schaden
Zielsetzung: Verwendung der Stimulation des Nervus vagus als immunmodulatorische Therapie nach akuter Querschnittsverletzung

Eine akute Querschnittsverletzung wirkt sich in einem Gewebeschaden aus, der sowohl vom initialen Trauma als auch vom Sekundärschaden stammt. Letzterer wird durch die Entzündungsreaktion nach der Verletzung verursacht. Eine abnehmende akute Entzündung kann somit den Sekundärschaden eindämmen. Daher haben immunmodulatorische Therapien das Potential, den Sekundärschaden zu begrenzen und den Reparaturprozess voranzutreiben. Eine vielversprechende Therapie ist hier die Stimulation des Nervus vagus. Ein positiver Einfluss dieser neuromodulatorischen Methode auf die Immunantwort konnte bereits bei der rheumatoiden Arthritis und anderen entzündlichen Erkrankungen nachgewiesen werden.

Das Ziel des Projektes ist es, die Stimulation des Nervus vagus als eine immunmodulatorische Therapie bei der akuten Querschnittsverletzung anzuwenden. Hierfür wollen die Forscher ein Mausmodell mit einer tiefen Querschnittslähmung nutzen. Sie wollen herausfinden, ob die Stimulation des Nervus vagus den immun-vermittelten Schaden nach einer Querschnittslähmung reduziert und ob diese Verringerung funktionell relevant ist.  Sollten sie erfolgreich sein, kann diese neue Anwendung die Neuroprotektion und die funktionelle Erholung unterstützen. Dadurch würden sich Vorteile für die Standardbehandlung nach einer Verletzung ergeben. Bei erfolgreichem Abschluss dieses Projektes könnten die nächsten Schritte hin zu einer klinischen Pilotstudie erfolgen.