Simone Di Giovanni, Imperial College London, London, UK

Modulierung des AMPK Signalweges als möglichen therapeutischen Angriffspunkt nach Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2016, 2017, 2018


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Problem: Die Regeneration von Axonen im zentralen Nervensystem nach einer Rückenmarksverletzung ist sehr unzureichend

Angriffspunkt: Manipulation des AMPK-Signalwegs in den Nervenzellen 

Zielsetzung: Verbesserte Axonregeneration und damit verbesserte funktionelle Erholung

 

Im peripheren Nervensystem (PNS) kommt es nach einer Verletzung zur Regeneration von Axonen und damit zu einer partiellen funktionellen Erholung. Im Gegensatz dazu ist die Regeneration von Axonen im zentralen Nervensystem (ZNS) nach einer Rückenmarksverletzung sehr unzureichend und in der Folge kommt es kaum zu einer funktionellen Erholung. Trotz der Fortschritte in der letzten Zeit, sind wir noch dabei die Unterschiede der molekularen Vorgänge im peripheren Nervensystem im Gegensatz zum ZNS zu erforschen, um einen effektiven Angriffspunkt für die Regeneration von Nervenfasern zu identifizieren. Mit diesem Ziel wurden systematisch genom-weite Gen- und Proteinexpressionsstudien nach Verletzung der Nervenfasern des PNS und des ZNS durchgeführt.

Diese Experimente zeigten, dass der Energiestoffwechsel mittels des Enzyms AMPK bei Regeneration eines Nerven reduziert ist, nach Rückenmarksverletzung aber unverändert ist. Das Ziel dieses Projekts ist, mehr Daten, sowohl mechanistisch wie phänotypisch, hinsichtlich der Regeneration nach Rückenmarksverletzung zu gewinnen:

1) Erforschung der Mechanismen, die für die AMPK abhängige Regeneration des Nervus ischiadicus im Vergleich zu einer nicht regenerierenden Nervenverletzung verantwortlich ist

2) Untersuchung der Möglichkeit, AMPK in sensorischen aufsteigenden Nervenfasern pharmakologisch und genetisch zu hemmen mit dem Ziel einer verbesserten Axonregeneration und Funktion.

Beide Interventionen, die genetische wie die pharmakologische, suchen nach einem translationalen Ansatz für eine verbesserte Regeneration von sensorischen Nervenfasertrakten nach Rückenmarksverletzung.

Dieses Projekt hat zum Ziel, mit der Modulierung des AMPK Signalweges einen neuen therapeutischen Angriffspunkt zu finden, um die axonale Regeneration und funktionelle Erholung nach Rückenmarksverletzung zu verbessern.