Cindi Morshead, Universität Toronto, Toronto, Kanada

Die Wirkung von Metformin auf körpereigene Stammzellen

Gefördert in: 2020, 2021, 2022


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Problem: Neurale Stammzellen im Rückenmark helfen verloren gegangene Zellen zu ersetzen
Ansatzpunkt: Mit Metformin vorhandene neurale Stammzellen aktivieren
Zielsetzung: Entwicklung neuartiger, klinisch relevanter Strategien mit Hilfe von Metformin

Das Rückenmark enthält eine gewisse Anzahl von Stammzellen. Diesen wohnt das Potential inne, sich zu vermehren und zu Nervenzellen auszureifen. Damit können geschädigte Nervenzellen nach einer Rückenmarksverletzung ersetzt werden.
Die Studie möchte eine Strategie entwickeln, um die lokal vorhandenen Stammzellen zu aktivieren und damit Gewebereparatur und funktionelle Erholung nach einer Rückenmarksverletzung zu erzielen.
Metformin, ein Medikament zur Behandlung des Typ-2-Diabetes, hat das Potential, die lokalen, neuralen Stammzellen zu aktivieren. Es konnte gezeigt werden, dass Metformin im Gehirn die Zellvermehrung und Zellreifung neuer Zellen unterstützt und dadurch zu einer Funktionsverbesserung nach einer Hirnschädigung beiträgt.
Die Wirkung von Metformin wurde auch im Rückenmark getestet. Vorläufige Ergebnisse zeigen, dass Metformin ebenso die Stammzellen im Rückenmark aktivieren kann und zu einer Zunahme und Reifung von Zellen führt, die verletzte Nervenzellen ersetzen können. Die Gabe von Metformin führte sogar zu verbesserten funktionellen Ergebnissen.
Basierend auf diesen Erkenntnissen, möchte das Projekt nun das vollumfassende Potential von Metformin bei der Zellreparatur und Genesung erforschen.
Dabei werden die zellulären Vorgänge nach einer Behandlung mit Metformin evaluiert, die zu einer Genesung führen. Ebenfalls von Interesse ist das therapeutische Fenster der Medikamentengabe. Dieses Projekt untersucht im Tiermodell, welche zellulären Vorgänge nach der Verabreichung von Metformin genau ablaufen und wie es zu einer funktionellen Erholung kommt. Dies könnte die Tür für einen neuen Therapieansatz mit körpereigenen Stammzellen nach einer Querschnittsverletzung öffnen.