Christian Göritz, Karolinska Institut, Stockholm, Schweden

Die fibrotische Narbenbildung und die Regeneration erforschen

Gefördert in: 2020, 2021, 2022


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Problem: Gewebeschaden wird nicht repariert, sondern durch eine dauerhafte Narbe ersetzt
Ansatzpunkt: Mit Perizyten fibrotische Narbenbildung geringhalten
Zielsetzung: Ein Medikament, das eine verringerte fibrotische Narbenbildung ermöglicht

Regeneration nach einer Rückenmarkverletzung ist nur sehr begrenzt möglich. Geschädigtes Gewebe wird nämlich nicht repariert, sondern durch dauerhaftes Narbengewebe ersetzt. Dies wiederum verhindert die Regeneration von Nervenfasern und damit eine funktionelle Erholung. Ein großer Teil der Narbe besteht aus Bindegewebe.
Der Forschungsgruppe ist es gelungen eine spezifische Untergruppe von Perizyten als Ursache für die Ausbildung der bindegewebigen Narbe nach einer Rückenmarksverletzung auszumachen. Perizyten sind Zellen, die normalerweise mit Blutgefäßen in Verbindung gebracht werden. Zudem hat die Arbeitsgruppe erforscht, dass nach den unterschiedlichsten Rückenmarksverletzungen eine erhebliche Menge an Narbengewebe entsteht.
Im Experiment kam es nach einer Verringerung der Perizyten-induzierten Narbenbildung zu einer stärkeren Nervenfaserregeneration und dadurch zu einer funktionellen Erholung. Aus diesen Ergebnissen lässt sich ableiten, dass Perizyten-induzierten Narbenbildung einen möglichen Ansatzpunkt für eine Therapie darstellen.
In ihrem aktuellen Projekt untersuchen die Forscher, welche Moleküle und Immunzellen wichtig sind, um diese Zellen aus dem Gefäßsystem einwandern zu lassen. Sind einmal diese Schlüsselmoleküle festgestellt, wollen die Forscher Zielmoleküle für Medikamente erarbeiten, die es möglich machen, die Narbenbildung gering zu halten und damit Nervenfaserregeneration und funktionelle Erholung zu verbessern.