© David Robinson

Zürich Move bewegt


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Reinhard ist nach einem Unfall querschnittsgelähmt. Anders als Tetraplegiker, kann er seine Arme und Hände bewegen. Aber seine Beine spürt er nicht und ist im Alltag massiv eingeschränkt. Prof. Armin Curt von der Universitätsklinik Balgrist hat sich auf diese schwerwiegende Verletzung spezialisiert. „Als Kliniker sehe ich jeden Tag Querschnittspatienten. Ältere Menschen, Erwachsene und Kinder. Für mich ist das Antrieb genug, etwas für sie zu unternehmen“, erklärt er.
Gemeinsam mit zwei Kollegen hat Curt unter dem Projektnamen Zürich Move deshalb ein Gerät entwickelt, das die Bewegung von Patienten messen soll. „Wir wissen heute, dass Aktivität sehr wichtig ist, um bestmöglich zu rehabilitieren. Durch tragbare Sensoren können wir messen, wie der Patient sich bewegt, wie schnell er im Rollstuhl fährt und auch ob er dabei unterstützt wird.“ Es zeichnet den ganzen Tag - über die Therapiesitzungen hinaus – alle Aktivitäten auf. „Dieses Gerät zeigt Reinhard beispielsweise ganz klar: Soviel ist er als Patient im Stande zu leisten und auch welche Bewegungsabläufe er mehr trainieren könnte.“

Durch das neu entwickelte Gerät wird die Aktivität der Patienten aufgezeichnet. Das hilft dabei, die Bewegungseinschränkung zu erfassen und eine geeignete Therapie maßzuschneidern. Rückenmarksverletzte Patienten sollen nach Verlassen der Klinik zu einem aktiven Lebensstil im Alltag motiviert werden.