Unser Virtuelles Scientific Meeting 2022


Zur Übersicht

Auch in diesem Jahr brachten wir das Who is Who der Rückenmarksforschung an einen Tisch. Oder besser gesagt in eine virtuell erschaffene Welt.

Im letzten Jahr brachten uns die weltweiten Umstände auf eine besondere Idee. Wir kreierten eine virtuelle Plattform, auf der sich die Elite der Rückenmarksforschung an zwei Tagen trifft und austauscht. Und weil sich das Konzept bewährt hat, trafen wir uns auch heuer wieder online für ein persönliches Update.   

Konkret hieß das in diesem Jahr: Rund 150 Teilnehmer aus aller Welt nahmen zwei Tage lang an unserem Scientific Meeting teil – Sie präsentierten ihre Arbeit und neueste Erkenntnisse. So gingen 18 Live-Präsentationen aus 15 Ländern über den Bildschirm, die Insider konnten virtuelle 48 Poster diskutierten und sich an 26 Networking Tables austauschen.

Dr. Verena May ist Wissenschaftliche Koordinatorin bei Wings for Life. Hier sind ihre Einblicke:

Verena, wie waren die letzten beiden Tage des Scientific Meeting für dich?
Spannend, wir haben viele neue Erkenntnis und Einblicke in die laufende Forschung erhalten. Es war schön, sich nach einem Jahr wieder direkt auszutauschen, wenn auch leider nur virtuell.

Was genau ist in den zwei Tagen passiert?
Die von Wings for Life geförderten Forscher präsentieren den Fortschritt ihrer Projekte. Das passiert zum einen als Live-Talk, wobei die Fragen der zuhörenden Teilnehmer in den Chat geschrieben werden und vom Moderator live mit dem Redner diskutiert werden. Zum anderen werden Projekte als Poster präsentiert. Teilnehmer können sich so jeweils durch vorab aufgezeichnete klicken. Hier werden die Fragen im Chat direkt neben den einzelnen Postern diskutiert. Außerdem gibt es die Möglichkeit sich an einen „virtuellen Tisch“ in die Networking Area zu setzen und dort per Video-Chat mit den Kollegen zu sprechen.

Welche Vorträge und Projekte sind für dich besonders hervorgestochen?
Wir haben bahnbrechende Grundlagenforschung gesehen, spannende Ansätze, die auf dem Weg in die Klinik sind und auch einige Studien, bei denen Ansätze bereits am Menschen getestet werden. Diese Bandbreite ist beeindruckend. Herauszustellen ist sicher die Key Note Lecture der Gastsprecherin Dr. Paganoni, die uns vom HEALEY ALS Platform Trial berichtet hat. Das ist ein Konzept, mit dem das ALS-Forschungsfeld klinische Testung beschleunigt und somit auch Kosten reduziert, indem mehrere Ansätze parallel getestet werden können. Möglicherweise eine interessante Blaupause für das Querschnittsfeld!


In welchem Forschungsbereich passiert gerade am meisten?

Es gibt ein paar Ansätze zur Regeneration, die es bereits in die klinische Testung geschafft haben. Aber auch im präklinischen Bereich passiert viel. Die Stimulation von Nerven, sei es z.B. auf dem Rückenmark, oder z.B. am Vagus Nerv, hat es bereits in die klinische Testung geschafft. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse.

Warum ist das Scientific Meeting so wichtig für die Teilnehmer?

Die Präsentation von neuen Daten ist ein wichtiger Aspekt. Aber nicht zu unterschätzen ist der Austausch, das Networking. Auf solchen Meetings entstehen neue Kollaborationen, die letztlich die Forschung weiterbringen. Auch für junge Forscher ist so ein Meeting wichtig, um mit den erfahrenen Experten in Kontakt zu kommen, und ihre Forschung zu diskutieren. Eine Doktorandin ist derzeit auf der Suche nach einer Post-Doc Stelle. Sie konnte ihren Vortrag gestern sogar als Art Initiativbewerbung nutzen.

Mit welchen 3 Worten würdest du das Scientific Meeting beschreiben?
Beeindruckend, spannend, voranschreitend.

Danke an dieser Stelle an die Eventagentur Brandmood für die großartige Umsetzung und an Red Bull für die Kostenübernahme dieser besonderen Plattform.