© Roman Burri

Stimulationssystem ist Durchbruchstechnologie


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Die Firma GTX medical kann einen großen Erfolg verbuchen: ihr neues Stimulationssystem Go-2 wurde von der FDA als Durchbruchstechnologie eingestuft. Damit entfallen Verwaltungshürden und die Methode erhält eine beschleunigte Vorzugsbehandlung. Die Förderung der gezielten epiduralen Stimulation (TESS) bei erwachsenen Querschnittsverletzten konnte in den letzten Jahren große Erfolge bei der Wiederherstellung motorischer Funktionen erzielen. Auch mit der Unterstützung von Wings for Life hat Prof. Grégoire Courtine in Lausanne diese Technik über viele Jahre hinweg entscheidend vorangetrieben.

Die Technologie
Das vielversprechende neue Implantat besteht aus einer Platte mit 16 Elektroden. Es wird chirurgisch direkt auf dem Rückenmarksabschnitt für Beinbewegungen eingesetzt. Die Elektroden sind direkt mit einem Neurostimulator verbunden, einem kleinen Schrittmacher für das Rückenmark. Dieser wird ebenfalls über einen kleinen Hautschnitt eingebracht. Das chirurgische Vorgehen wird bereits routinemäßig bei Patienten mit chronischen Schmerzen angewandt.
Der Vorteil des neuen Go-2 Systems besteht in der verbesserten Ansteuerung. Im Vergleich zu Vorläufermodellen soll es eine bessere Verbindung vom Gehirn zu den gelähmten Muskeln nach einer traumatischen Querschnittslähmung wiederherstellen. Die elektrische Stimulation bedient sich dabei erhalten gebliebener Nervenfasern und stärkt diese Verbindungen.

Klinische Studie

Details für den Einsatz der neuen Technologie in klinischen Studien müssen jetzt noch ausgearbeitet werden, aber die Grundpfeiler sind schon definiert: GTX medical plant für 2021 in Europa und den USA mit 60- 80 Implantationen in verschiedenen Studien zu starten. Die Firma rechnet mit ersten Ergebnissen Ende 2021 und peilt eine Marktzulassung für das Jahr 2024 an.


Weitere Informationen finden Sie in der Pressemitteilung von GTX medical.