Opioide sind schlecht für die Genesung


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Opioide, wie zum Beispiel Morphin, gehören zu den am häufigsten verschriebenen Schmerzmedikamenten. Patienten mit einer frischen Querschnittsverletzung erhalten sie oft innerhalb weniger Stunden nach Eintreffen in der Notambulanz - und auch noch lange Zeit später. 

In einem experimentellen Modell hat nun ein Wissenschaftsteam um Dr. Michelle Hook vom Texas A&M Health Science Center gezeigt, dass Opioide eine schädigende Wirkung haben. Opioide führen an der Schädigungsstelle zu Gewebeverlust. Sie reduzieren die funktionelle Erholung, sogar noch Wochen nach der Behandlung. Die Studie fand außerdem heraus, dass Opioide die Entzündungsreaktion verstärken.

Minozyklin als „Rettung“
Das Antibiotikum Minozyklin wird derzeit in einer klinischen Studie getestet, da es die funktionelle Erholung nach einer Querschnittslähmung zu verbessern scheint. Dr. Hook und ihr Team stellte nun fest, dass Minozyklin auch in der Lage ist, die negativen Effekte von Opioiden zu blockieren. Besonders hervorzuheben:  Dies setzte die schmerzlindernde Wirkung von Opioiden nicht herab!

Diese Studie wirft ein neues Licht auf die funktionelle Erholung die Minozyklin bei Patienten bewirken könnte und wurde in der Zeitschrift  Brain, Behavior, and Immunity veröffentlicht.

Quelle: “Morphine increases macrophages at the lesion site following spinal cord injury: Protective effects of minocycline” by Aceves M, Terminel MN, Okoreeh A, Aceves AR, Gong YM, Polanco A, Sohrabji F and Hook MA. Published in January 2019 in the journal Brain, Behavior, and Immunity.