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Funktionelle Erholung fördern
Eine Behörde des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Staaten (DARPA), hat bekanntgegeben, dass sie eine internationale Arbeitsgemeinschaft mit dem beeindruckend hohen Budget von 36,5 Millionen US-Dollar unterstützen wird. Diese Summe soll unter dem Einsatz von innovativen, implantierbaren Techniken dazu beitragen, die Genesung nach einer Rückenmarksverletzung zu verbessern. Die Arbeitsgemeinschaft umfasst zwölf Institutionen in den Vereinigten Staaten, Kanada und der Schweiz.

Der erste Schwerpunkt wird auf der Stabilisierung in der frühen Phase einer Rückenmarkverletzung liegen. Vollständig implantierbare Systeme sollen helfen, in den ersten Tagen die Herz-Kreislauf-Funktion bei einem Patienten zu stabilisieren. Die funktionelle Erholung soll verbessert werden, indem schädigende Schwankungen des Blutdrucks unter Kontrolle gebracht werden. Diese treten gerade nach einer Verletzung sehr häufig auf.

Der zweite Schwerpunkt liegt auf einer verbesserten Implantation neuraler Stammzellen. Zum Einsatz kommen dabei personalisierte 3D-Gerüste. Diese sollen dazu beitragen, verloren gegangene Verbindungen im verletzten Rückenmark wiederherzustellen. Der Ansatz wird mit der Technologie einer neuralen elektrischen Stimulation verknüpft (Neuromodulation), um ein Wiederauswachsen von Nerven und eine Überbrückung der Verletzungsstelle zu erzielen.

Zu guter Letzt will die Arbeitsgemeinschaft die Entwicklung von Schnittstellentechnologien voranbringen. Diese technischen Errungenschaften sollen mit dem Nervensystem oder wichtigen Endorganen in Kontakt stehen und dadurch physiologische Funktionen wiederherstellen.

Bridging the Gap Plus
Das Programm nennt sich Bridging the Gap Plus und steht unter der Leitung von Dr. Karen Moxon (Universität von Kalifornien, Davis) und Dr. Brian Kwon (Universität von British-Columbia), Dr. Grégoire Courtine (École Polytechnique Fédérale Lausanne) und Dr. Mark Tuszynski (Universität von Kalifornien, San Diego).

In fünf Jahren soll das wegweisende Projekt abgeschlossen sein. Es birgt das Potential, durchgreifende klinische Veränderungen für die Patienten zu erreichen.

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