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Karmakonto
Spendenziel : 5000 € /  Bisher erreicht: 0 €

Karmakonto

Initiator : Daniel Frings
Aktionsende: 2018-12-31

Über die Aktion

Liebe Gamilie, Freunde, Kollegen und Bekannte,

wahrscheinlich wisst ihr alle, was mir passiert ist. Weiter unten gibt es die Geschichte nochmal zum Nachlesen.

Worum geht es hier überhaupt

 

Wings for Life kämpft für ein großes Ziel – die Heilung von Querschnittslähmung. Ich finde die Arbeit der Stiftung großartig und möchte sie deshalb in diesem Vorhaben unterstützen. Ich glaube so wirklich Gedanken hat sich da bisher noch keiner von uns gemacht, man beschäftigt sich meist mit anderen Dingen. Aber die Forschung ist etwas, von dem wir alle profitieren können, denn schließlich ist keiner vor einer folgenschweren Rückenmarksverletzung gefeit. Die Hauptursache sind Unfälle im alltäglichen Leben, wie Verkehrsunfälle oder Stürze.

Da der Fortschritt in der Rückenmarksforschung zu einem Großteil auf privaten Initiativen basiert, möchte ich mit diesem Projekt und eurer Unterstützung zum weiteren Erfolg von Wings for Life beitragen. Übrigens, eure Spenden kommen zu 100% der Forschung zugute – sämtliche administrativen Kosten werden von Red Bull getragen.

Bitte helft mir dabei mein Spendenziel zu realisieren und die Heilung von Querschnittslähmung einen Schritt näher rücken zu lassen.

Und hier meine Geschichte;

Also bin nach wie vor in Ludwigshafen in der BG Klinik, Ende der Woche startet die Reha. Meine Mama ist an dem Tag des Unfalls, dem 25.05.2017 (mein zweiter Geburtstag) nach Barcelona gefolgen und am nächsten Tag dann direkt zurück. Mein Papa hat sie informiert und meinte bleib da, du brauchst die Kraft. Auf Ihre Frage "Und dann komm ich wieder und Daniel ist nicht mehr da

" konnte er leider nur "Ich kann es dir nicht sagen" erwidern. Auch meinen Bruder, der da noch in Bayreuth studiert hat wurde natürlich informiert und ist mit dem Zug in die Heimat gekommen. Ich lag in Köln drei Monate im Koma und war bis Ende Oktober dort auf der Intensiv. Ich hatte beide Beine, beide Arme, zwei Rippen, das rechte Schlüsselbein und ein zweifaches Schädelhirntrauma. In der ersten Nacht hatte ich in der OP ein Lungenversagen, sodass ich 15 Minuten ohne Sauerstoffversorgung war. Dann wurde mir ein Loch in den Hals geschnitten zur künstlichen Beatmung. Außerdem waren 75% der Haut verbrannt. In zahlreichen Operationen wurde mir am Rücken haut abgeschabt und transplantiert. Im Koma hatte ich einen epileptischen Anfall, darauf wurde mir ein Loch in den Kopf gebohrt und Hirnwasser abzulassen. Meinen Eltern haben die Ärzte gesagt, dass ich nie mehr essen, reden und klar denken kann. Außerdem wäre ich querschnittsgelähmt. Dann war ich irgendwann im August wach, habe aber nicht reagiert, mein Papa hat das gefilmt - echt gruselig, ganz leerer Blick, aber für meine Familie ein tolles Gefühl; Ich war wach. Irgendwann hab ich zu der Schwester mit meinen Lippen angedeutet "Freundin

Kinder

" die hat meine Eltern angerufen, von meiner bezaubernden Freundin Ida wussten die da noch nichts und mit Kindern habe ich wohl die Katzen gemeint. Papa hat Ida dann geschrieben, wer meine Freundin sei und so haben die sich kennengelernt. Die waren dann zu dritt da, der Arzt meinte vor der Türe die können nacheinander rein und ich würde so bleiben - bis dahin hab ich nicht geredet. Dann kam mein Papa rein und ich hab mit den Lippen angedeutet Wasser, hat er mir gegeben und ich dann gesagt "Danke. Du kannst jetzt heim ich möchte fernseh gucken." Er raus und zum Arzt gesagt wir sollen fahren hat Daniel gesagt. Konnte der Arzt nicht glauben und alle sind rein und ich hab geredet. Dann sind ein paar Tränen geflossen. Leider hab ich tatsächlich nichts in Beinen und Armen gespürt und konnte nichts bewegen. Mein Papa saß dann stundenlang mit meinem Onkel an meinem Bett und hat gesagt denk im Kopf; Ich heb den rechten Zeigefinger.. Irgendwann hat er sich 0,5 cm gehoben. Und er hat mir Fotps gezeigt, ich konnte sagen, dass war 2004 in Mallorca, das ist die B42 etc. Wollte der Arzt wieder nicht glauben - medizinisch ist das eigentlich unmöglich mit 15 Minuten ohne Sauerstoff ist das Hirn irreparabel geschädigt. Ein Wunderkind sagte der Arzt. Ob das Leben an einem vorbei läuft kann ich nicht sagen, mir fehlt der Tag teilweise im Kopf - auch an meinen ersten Hubschrauberflug kann ich mich nicht erinnern. Im Koma habe ich geträumt und auch wenn die Ärzte meinten ich höre nichts waren meine Eltern da und haben mit mir geredet und Geschichten vorgelesen. Am Ende habe ich zu ihnen gesagt; "Ihr wart ja immer hier, außer an einem Wochenende." - man bekommt sehrwohl was mit. Hier in Ludwigshafen konnte ich dann das erste mal im November die Hände bewegen. Dann kam die nächste Hiobsbotschaft; Mein Rückenmark ist irreparabel verletzt (sogenannte inkomplette Querschnittslähmung). Die Beine werden nicht mehr wie vorher meinen die Ärzte. Die denken, dass ich nicht mehr laufen kann. Aber in Köln haben die gesagt, dass ich vom Hals an gelähmt bin und im Kopf nicht mehr klar denken kann - ist ja auch nicht so (Ein wenig Banane im Kopf war ich eh immer). Meine Beine spürte ich ja mittlerweile auch (an manchen Stellen zumindest) und mein Physiotherapeut meint auch wir machen das. Also kämpfen und üben und es läuft und ich auch. Mittlerweile stehe ich und wir wollen die ersten Schritte wagen. Also ich hab definitiv ganz viele Schutzengel gehabt, unfassbar.

Vielen Dank für das lesen, eure zahlreichen Gedanken und Gebete, Besuche und ein ganz großes Dankeschön an meine Familie und Freundin, die immer für mich da waren und sind und mich motivieren. Ich liebe euch!

Ich danke euch ganz herzlich für eure Unterstützung, füllt euer (üppig gefülltes) Karmakonto weiter auf!

Euer Daniel

100% der Spenden fließen in die Forschung.

Die administrativen Kosten der Stiftung werden von der Red Bull GmbH getragen. Jede Spende fließt zu hundert Prozent in die Rückenmarksforschung.