Yingchun Ni, Children’s Hospital Boston / Harvard Medical School, Boston, USA

Untersuchung neuer Nervenzellverbindungen bei der funktionellen Erholung nach einer Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2011, 2012


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Eine spontane Erholung der Funktionen nach inkompletter Querschnittsverletzung wird auf eine Reorganisation der neuralen Schaltkreise zurückgeführt. Experimentelle Untersuchungen legen nahe, dass Nervenzellen, die durch eine Verletzung ihre ursprünglichen Verbindungen verloren haben, als Ersatz, Input durch erhalten gebliebene Nervenfasern bekommen.

Auf diese Weise kommt es zu einer Wiederaufnahme der Verbindung des lokalen Rückenmarks mit höher gelegenen motorischen Zentren. Diese anatomischen Veränderungen gehen mit der funktionellen Erholung einher. Es ist jedoch wenig über die molekularen Grundlagen dieser Ersatzschaltkreise und wie diese gebildet werden bekannt. Dieses Projekt will diese Neuorganisation der motorischen Schaltkreise während der funktionellen Erholung nach einer thorakalen Querschnittsverletzung mittels eines veränderten Tollwutvirus in transgenen Mäusen untersuchen.
Injektion eines veränderten Tollwutvirus in die Muskelzellen der transgenen Mäuse  ermöglicht die Darstellung der motorischen Nervenzellen und der zwischengeschalteten Nervenzellen in Rückenmark und Gehirn.


Es ist gezeigt worden, dass sich bei Mäusen nach einer Querschnittsverletzung in Höhe Th10 die motorischen Funktionen der Hinterbeine wieder erholen können. In einem entsprechenden Krankheitsmodell werden mittels der Tracing-Technik mit Tollwutvirus die anatomischen und funktionellen plastischen Anpassungen und Verbindungen der motorischen Nervenzellen während der Erholungsphase untersucht.