Lars Olson, Karolinska Institute Stockholm, Stockholm, Schweden

Schutz des Rückenmarks durch Schutz der Blut-Hirn-Schranke

Gefördert in: 2009, 2010, 2011


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Die Blut-Hirn-Schranke ist eine physikalische Trennwand zwischen dem Blutstrom (der Sauerstoff und Nährstoffe transportiert) und dem zentralen Nervensystem. Diese Trennung schützt Gehirn und Rückenmark vor schädlichen Einflüssen. Nach einer Rückenmarksverletzung ist diese Schranke jedoch stark gestört, was zu einer Ausschüttung bestimmter Wachstumsfaktoren führt.
Diese Wachstumsfaktoren verursachen wiederum eine Aktivierung bestimmter Stützzellen, der so genannten Astrozyten, die zwischen den Nervenzellen liegen und dem Gehirn Halt geben. Sind diese einmal aktiviert, verzögern sie den Wiederaufbau der schützenden Blut-Hirn-Schranke und verstärken damit den sekundären Schaden nach einer Verletzung weiter (Kraftverlust, Sensibilitätsstörungen).
In diesem Projekt wird geprüft, ob eine Hemmung der Wachstumsfaktoren die Reparatur der Blut-Hirn-Schranke beschleunigen kann, ob dadurch schädliche Entzündungsreaktionen und einströmendes Wasser abgewehrt werden und somit weniger Funktionsverluste auftreten.