Michael Kilgard, University of Texas at Dallas, Dallas, USA

Rehabilitation in Verbindung mit Stimulation des Nervus Vagus zur besseren Erholung bei zervikaler Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2016, 2017, 2018


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Problem: Physikalische Therapie hat einen begrenzten Effekt auf Anpassungsvorgänge/Plastizität im Rückenmark und auf funktionelle Erholung

Angriffspunkt: Stimulation des Nervus Vagus in Verbindung mit Rehabilitation für bessere funktionelle Erholung

Zielsetzung: Neue Therapie für rückenmarksverletzte Patienten

 

Unser Gehirn und Rückenmark lernt jeden Tag Neues, dieses Lernen basiert auf neuen Verbindungen zwischen Nervenzellen. Diese Neuverschaltung nennt man Plastizität. Physikalische Therapie nach Rückenmarksverletzung kann bekanntermaßen die sensorischen und motorischen Funktionen verbessern, und bedient sich dabei der gleichen Mechanismen wie beim Lernen. Das Ziel dieses Projekts ist durch die gleichzeitige Stimulierung eines Nervs im Halsbereich, des Nervus Vagus, während der physikalischen Therapie die Plastizität und die funktionelle Verbesserung zu fördern.

Vorausgegangene Studien haben gezeigt, dass gesteigerte Plastizität durch Nervus Vagus Stimulation die sensorische Funktionen bei Patienten mit Hörsturz und die motorischen Funktionen bei Patienten mit Schlaganfall verbessern kann (https://vimeo.com/52860367).
Und es gibt zunehmend Hinweise, dass eine Nervus Vagus Stimulation während der physikalischen Therapie die funktionellen Verbesserungen bei Patienten mit Rückenmarksverletzung zusätzlich steigern kann. Nervus Vagus Stimulation ist nachgewiesenermaßen sicher und wurde schon bei 70.000 Epilepsiepatienten über 20 Jahre angewandt. Ein Erfolg dieses Projekts würde den Weg dieser neuen vielversprechenden Therapie für Rückenmarksverletzung in die klinische Studie unterstützen.