Michael Fehlings, University of Toronto, Kanada, USA

Potential menschlicher induzierter pluripotenter Stammzellen für Wiederherstellung/Regeneration verletzten Rückenmarks

Gefördert in: 2011, 2012, 2013, 2014, 2015


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Bis heute gibt es für Rückenmarksverletzungen keine wirksame Therapie.
Auch bei sehr schweren Verletzungen ist das Rückenmark selten vollständig durchtrennt, meist bleibt ein kleiner Anteil an Nervenfasern erhalten. Dieses überlebende Gewebe zu erhalten und damit ein besseres funktionelles Ergebnis zu erreichen, ist ein Ziel klinischer Intervention.

Da Oligodendrozyten besonders empfindlich sind und absterben, ist eine weitere entscheidende Folge der Verletzung der Verlust der Myelinscheiden. Die Demyelinisierung führt zu einer Unterbrechung der Nervenreizleitung, trägt zum axonalen Abbau und funktioneller Verschlechterung der überlebenden Axone bei. Vorausgehende Studien zeigten, dass transplantierte NPCs (neuralen Vorläuferzellen) die Axone remyelinisieren konnten und die Erholung der Bewegungsfähigkeit verbessert werden konnte. Es gibt viele Hinweise in der Literatur, dass die Remyelinisierung der überlebenden Axone am meisten zu der positiven Wirkung der Zellersatztherapie bei Rückenmarksverletzung beiträgt.

Diese Studie untersucht in einem Modell mit zervikaler Rückenmarksverletzung, ob mit Oligodendrozyten, die von iPSCs (induzierten pluripotenten Stammzellen) abstammen, eine besser funktionelle Erholung erreicht werden kann.


Die Arbeitsgruppe reprogrammiert mit einer neuen, nicht viralen Methode Fibroblasten zu induzierten pluripotenten Stammzellen. Diese piggyBac Methode ermöglicht ein rückstandsloses Ausschneiden der Transgene nach der Induktion der Pluripotenz, womit auch das mutagene Potential aus den Zellen entfernt wird.

Diese Methode ermöglicht die Herstellung von patientenspezifischen Stammzellen und verringert so mögliche Nebenwirkungen durch Immunreaktion. Diese Studie will durch den Nachweis, dass nicht virale iPS Zellen in adulte neurale Vorläuferzellen umgewandelt und erfolgreich für die Remyelinisierung des verletzten Rückenmarks eingesetzt werden können, zu weiteren Therapiestrategien beitragen.