Stephen Strittmatter, Yale University School of Medicine, Program in Cellular Neuroscience, Neurodegeneration and Repair, New Heaven, USA

Phosphoinositide als Therapieansatz bei Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2013, 2014, 2015


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Problem: Nervenzellen des ZNS zeigen  eine sehr limitierte Regenerationsfähigkeit

Ansatz: Die Phopshatase Inpp5F als intrazelluärer Hemmfaktor

Ziel: Eine verbesserte Regeneration von geschädigten Nervenfasern

Eine Rückenmarksverletzung verursacht bleibende Behinderung aufgrund der Unterbrechung von  Nervenfasern und damit der Verbindung zwischen Gehirn und Zielorganen unterhalb der Verletzungsstelle. Da  ausgereifte Nervenzellen des zentralen Nervensystems ihre Fähigkeit zu wachsen weitgehend verloren haben,  ist die Regenerationskapazität der Nervenfasern sehr gering.  So ist bis heutet diese begrenzte Regeneration von Nervenfasern ein wesentliches Hemmnis  für die mangelnde Wiederherstellung der Funktionen und eine der größten Herausforderungen der Rückenmarksforschung.  

Dr. Strittmatters Arbeitsgruppe entwickelte eine Methode um die Gene der Zelle  herauszufiltern, die für die begrenzte Regenerationsfähigkeit im zentralen Nervensystem  verantwortlich sind, mit dem Ziel molekulare Angriffspunkte  zu finden.

Vorläufige Ergebnisse identifizierten die Phosphatase Inpp5F als einen intrazellulären Hemmfaktor der Axonregeneration.  Vorläufige Daten in  einem experimentellen in vitro Ansatz und in einem in-vivo Modell mit einer Verletzung des Sehnerven bestärken dieses Ergebnis einer hemmenden Funktion von Inpp5f.
Das Projekt will nun

  • untersuchen, ob ein Ausschalten dieser Phosphatase in Nervenzellen mit einer verbesserten Regeneration der Axone im Rückenmark und eine funktionalen Verbesserung einhergeht. In einem Modell  für Rückenmarksverletzung werden nach Ausschalten der Phosphatase das  Wachstum der Nervenfasern nachverfolgt, sowie Bewegungsabläufe untersucht.
  • den Wirkmechanismus und die intrazellulären Angriffspunkte von Inpp5f untersuchen.


Die Ergebnisse aus diesem Projekt könnten zu der Entwicklung von Wirkstoffen führen, mit denen  das Axonwachstum verbessert werden kann.