Clas Linnman, Massachusetts General Hospital , Boston, USA

PET-MRI Imaging von Mikroglia bei neuropathischem Schmerz nach Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2014, 2015, 2016


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Problem: Eine Rückenmarksverletzung führt oft zu neuropathischen Schmerzen, die schwer behandelbar und für den Patienten verheerend sein können.

Angriffspunkt: PET-MR Visualisierung von Veränderungen im Gehirn von rückenmarksverletzten Patienten, die in Zusammenhang mit den Schmerzen stehen.

Zielsetzung: Überwachung der Schmerztherapie bei neuropathischen Schmerzen mittels PET-MRI.

 

Neuropathischer Schmerz ist eines der größten Probleme in der Versorgung von rückenmarksverletzten Patienten, da diese Schmerzen schwer zu behandeln sind. Neuropathische Schmerzen sind persönlich verheerend, denn sie beeinflussen die Rehablitation, die Stimmungslage und die Lebensqualität.

Tierversuche zeigen, dass die mikrogliale Zellen, spezifische Immunzellen des zentralen Nervensystem, bei neuropathischen Schmerzen durch Rückenmarksverletzung vermehrt sind. Die Entwicklung von Behandlungsstrategien zielen vermehrt auf die Funktion der Mikroglia. Ein erster Schritt in der Umsetzung dieser therapeutischen Strategien in die klinische Anwendung besteht darin, die Rolle der Mikroglia bei neuropathischen Schmerzen beim Menschen nachzuweisen.

Dieses Projekt will die strukturellen, funktionellen und entzündlichen Folgen des neuropathischen Schmerzes nach Rückenmarksläsion durch gleichzeitige PET-MRI Messungen des Rückenmarks und des Gehirns aufzeigen. In drei Gruppen – Patienten mit Rückenmarksläsion und neuropathischen Schmerzen, schmerzfreie Patienten und eine gesunde Kontrollgruppe – soll untersucht werden, welche Veränderungen in Zusammenhang mit der Rückenmarksverletzung stehen und welche schmerzspezifisch sind. Die PET-MRI Zeichen im Gehirn und Rückenmark werden mit Messungen zur Schmerzintensität, zu sensorischen und emotionalen Aspekten des Schmerzes und zu Depression verknüpft. Indem man ein vollständigeres Bild von neuropathischem Schmerzen erhält, kann das PET-MRI neue objektivierbare Endpunkte für den Behandlungserfolg liefern.