Benedikt Brommer, Children’s Hospital Boston, Harvard Medical School, Boston, USA

Mechanismen der neurogenen Immundepression nach Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2014, 2015, 2016


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Problem: Nach einer Rückenmarksverletzung steigt das Infektionsrisiko und damit die Gefährdung der funktionellen Erholung aufgrund einer Schwächung des Immunsystem

Ansatz: Entschlüsselung der molekularen Mechanismen, durch welche eine Schwächung des Immunsystem die funktionelle Erholung beeinträchtigt und Umwandlung von Immunzellen in Nervenzellen

Ziel: Frühzeitige und zielgerichtete Behandlung von infektionsgefährdeten Patienten

 

Eine Rückenmarksverletzung hat nicht nur motorische und sensible Ausfälle zur Folge, sondern kann auch eine Schwächung des Immunsystems zur Folge haben, und damit nachweislich zu einer schlechteren funktionellen Erholung führen.

Das Projekt untersucht die zugrunde liegenden Mechanismen und Zusammenhänge und will Ansatzpunkte für eine frühzeitige Behandlung finden.

 

 (Benedikt Brommer)
© Benedikt Brommer

 

Ein zweiter Teil des Projekts will Immunzellen, die am Verletzungsort zur sekundären Schädigung nach Rückenmarksverletzung beitragen, so modifizieren, dass sie sich in Zellen des Nervensystems umwandeln. Für eine solche Umprogrammierung von Zellen dienen molekulare Faktoren, wie sie auch in der Stammzellforschung für die gerichtete Programmierung von Zellen verwendet werden.

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist, die schädigenden Auswirkungen einer neurogenen Immunschwächung auf die Regeneration zu vermindern und damit die funktionelle Erholung des Patienten zu schützen.