Wolfram Tetzlaff / Brian Kwon, ICORD, Vancouver, Kanada

Kombination von EPO, Statine und Kreatin zum Schutz des Rückenmarks nach einer Verletzung

Gefördert in: 2006, 2007, 2008, 2009


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Einige pharmazeutische Präparate, die ursprünglich zur Behandlung von Hautkrankheiten, gegen Blutarmut oder zur Regelung des Cholesterinspiegels entwickelt wurden, zeigen auch bei neurologischen Störungen positive Effekte. So gibt es erste Anhaltspunkte, dass vier dieser Medikamente (Minocycline, Darbopoetin, Simvastatin und Creatine) bei Rückenmarksverletzungen die nachträgliche Schadensausweitung vermindern. In einem neuen Projekt werden die Wirkungen dieser vier Medikamente im Detail untersucht. So soll geklärt werden, welches Präparat am wirkungsvollsten ist, wann nach der Verletzung des Rückenmarks dieses Medikament am besten verabreicht wird und vor allem ob eine Kombinationstherapie, bei der alle vier Präparate gemeinsam eingenommen werden, zu einem noch positiveren Effekt führt. Die Wirkung wird anhand der Beinmotorik, durch biochemische Untersuchung verletzungsbedingter Entzündungen und über anatomische Veränderungen des Rückenmarks von Ratten untersucht.