Xingxing Wang, Yale University School of Medicine, New Haven, USA

Kombination aus einem Nogo-Rezeptor Ansatz und Stammzelltherapie für Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2014, 2015, 2016


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Problem: Nach einer Rückenmarksverletzung regenerieren die Axone aufgrund der geringen  Regenerationsfähigkeit und der glialen Narbe kaum.

Ansatz: Transplantation von neuralen Stammzellen und Blockade von wachstumshemmenden Faktoren durch Behandlung mit Nogo Receptor 1 decoy.

Ziel: Kombinationsansatz zur neuralen Reparatur und Wiederherstellung der Bewegungsfähigkeit nach einer Quetschung des Rückenmarks.

 

Eine Rückenmarksverletzung hat bleibende schwerwiegende neurologische Ausfallserscheinungen zur Folge. Sie entstehen v.a. durch die Durchtrennung der axonalen Verbindungen zwischen Gehirn und den überlebenden Neuronen unterhalb der Verletzungsstelle. Verletzte Axone regenerieren kaum. Die gliale Narbe und die Zyste innerhalb der Läsion stellen eine große physische und chemische Barriere für die axonale Regeneration dar, zusätzlich begrenzen Myelin-assoziierte Inhibitoren die Axonregeneration nach einer Verletzung. Die Forschung konnte jedoch zeigen, dass in einer günstigeren Umgebung Axone aus dem zentralen Nervensystem doch zur Regeneration in der Lage sind.

Die Inhibition durch drei Verwandte des Myelins (Nogo-A, MAG und OMgp) wird durch NgR1 vermittelt. NgR1 kann effektiv durch Behandlung mit dem löslichen Protein NgR1 decoy blockiert werden. In früheren Studien konnte gezeigt werden, dass eine Behandlung mit NgR(310)ecto-Fc die axonale Regeneration und funktionelle Erholung nach einer Quetschung des Rückenmarks bei Ratten fördert.

Durch die Kombination Behandlung mit dem löslichen Protein NgR1 decoy und der Transplantation von neuralen Stammzellen soll eine günstige Umgebung für axonale Regeneration und Plastizität und eine Brücke für das Axonwachstum in der Verletzungsstelle geschaffen werden.

Diese Studie untersucht Stammzelltransplantation und NgR1 Decoy Behandlung bei einer Quetschung des Rückenmarks bei Ratten. Diese Verletzung ist ein gutes Modell der häufigsten Verletzungsart beim Menschen. Die Hypothese geht davon aus, dass dieser kombinatorische Ansatz synergistisch das Axonwachstum der überlebenden Neurone und die Integration der transplantierten Zellen in das Gewebe verstärken wird. Das Ziel dieser Studie ist, eine kombinatorische Therapie nach einer Quetschung des Rückenmarks zu entwickeln.