Phillip Williams
Phillip Williams 
Phillip Williams, Institute of Neuroscience / Technische Universität München, München, Deutschland

In-vivo-Analyse der Rolle des Kalziums für das Überleben von Nervenfasern nach einer Rückenmarkverletzung

Gefördert in: 2012, 2013, 2014


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Nach einer Rückenmarkverletzung sterben Nervenfasern über einen längeren Zeitraum und verzögert ab. Das Ausmaß des Verlustes bzw. des Überlebens von Nervenfasern bestimmt in hohem Maße die erhaltenen Funktionen und damit auch die Lebensqualität der Betroffenen.
Dr. Williams untersucht die Reaktion der Nervenfasern auf die Verletzung mittels eines in-vivo Zeitraffer Ansatzes. Diese Technik ermöglicht es, Axone mit einer Auflösung im Submikrometerbereich über eine Zeitspanne von Stunden bis Tage sichtbar zu machen und das Schicksal von Axonen nach einer akuten Verletzung aufzuzeichnen.


Im Besonderen wird die Rolle der Kalzium Signalwege untersucht. Ergebnisse aus Studien zu akuten Verletzungen des Gehirns legen eine zentrale Rolle des Kalziums beim Zusammenbruch von Nervenfasern auch bei der akuten Rückenmarkläsion nahe. Es sind jedoch viele Fragen offen, und insgesamt ist sehr wenig über die Kalziumregulation nach einer Rückenmarkverletzung bekannt.
Ziel dieser Forschungsarbeit ist ein detailliertes Verständnis der intra-axonalen Regulation von Kalzium sowie der entscheidenden Kalzium Signalwege bei/nach Rückenmarkverletzung.

Es sollen fundamentale Fragen zu dem verzögerten Absterben von Nervenfasern nach einer Rückenmarkverletzung beantwortet werden, und somit neue Ansatzpunkte für ein verbessertes Überleben von verletzten Nervenfasern gewonnen werden (neuroprotektiver Ansatz).