Philippa M. Warren, Case Western Reserve University and MetroHealth Medical Centre, Cleveland, USA

Förderung der Funktion der Atemmuskulatur nach akuter und chronischer Quetschung des zervikalen Rückenmarks

Gefördert in: 2014, 2015, 2016


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Problem: Patienten mit zervikaler Rückenmarksverletzung leiden wegen der unterbrochenen Innervation der Atemmuskulatur und der Narbenbildung in der Verletzungsstelle unter schweren Atmungsproblemen.

Ansatz: Untersuchung der Veränderungen der Atmungsfunktion nach einer Rückenmarksverletzung und Entfernen des Narbengewebes (ChABC).

Ziel: Verstehen, wie eine hohe zervikale Quetschung die Atmung beeinflusst und eine Behandlung finden.

 

Die häufigsten Rückenmarksverletzungen entstehen durch Verletzung der Halswirbelsäule. Die Folgen sind für viele Systeme und Funktionen des Patienten dramatisch. Zwei bedeutende Auswirkungen dieser Verletzungsart sind:

  • Atmungsprobleme der Patienten, die oft eine mechanische Beatmung zum Weiterleben erforderlich machen
  • die Narbenbildung an der Verletzungsstelle. Einerseits verhindert diese die weitere Ausbreitung des Schadens und hilft damit Funktionen zu erhalten, andererseits wirkt diese Narbe jedoch als Hindernis für funktionelle Regeneration

Bis heute gibt es jedoch nur wenige Studien, die die Atmung nach einer Quetschung des Rückenmarks untersucht haben, keine davon wurden an chronischen Verletzungen durchgeführt. Dr. Warren’s Projekt untersucht:

a)      Wie eine Quetschung des Rückenmarks die Atmung im Zeitverlauf von akut bis chronisch beeinflusst. Dabei sollen die Nervenfunktion, Muskelaktivität, Atmungsmuster und Veränderungen der Neuroanatomie beobachtet werden.

b)      Ob durch Entfernen des Narbengewebes, das sich nach der Rückenmarksquetschung gebildet hat, zu akuten und chronischen Zeitpunkten, die Reparatur verletzter Wege, die Plastizität und funktionelle Erholung in Gang gesetzt werden kann.

Das Ziel dieser Studie ist ein besseres Verständnis für die Beeinträchtigung der Atemfunktion bei schweren zervikalen Rückenmarksverletzungen im Verlauf der Erkrankung. Die Ergebnisse können in klinische Behandlungsstrategien, wie z.B den Zeitpunkt und die Art der Behandlung, einfließen.