Helene Bras
Helene Bras 
Helene Bras, Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS), Marseille, Frankreich

Erholung der Gehfunktion nach Durchtrennung des Rückenmarks: Plastitzität hemmender neuronaler „Schaltkreise“

Gefördert in: 2012, 2013, 2014


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Die Rückenmarksverletzung führt zum Kontrollverlust absteigender Nervenbahnen auf neurale Schaltkreise unterhalb der Verletzungsstelle. Bislang wurde primär zur Rehabilitation stimulierender Netzwerke geforscht, hingegen ist wenig über die Funktionsweise hemmender Schaltkreise bekannt. Spastik und andere funktionelle Beeinträchtigungen, die mit einer Rückenmarksverletzung einhergehen, werden oft der Übererregbarkeit der spinalen Schaltkreise zugeschrieben und durch den Wegfall/Reduktion hemmender „Netzwerke“ (Innervation) unterhalb der Verletzung erklärt.
Die Laufbewegung ist durch den alternierenden Wechsel zwischen Beugung und Streckung gekennzeichnet, was auf der Ebene der Nervenzellen eine koordinierte Aktivierung und Hemmung erfordert.


Das Projekt will die Organisation der für die Bewegung wichtigen prämotorischen und insbesondere der hemmenden „Schaltkreise“ untersuchen und folgende Aspekte erforschen:

  • die Veränderungen in der „Organisation" hemmender Schaltkreise, einschließlich der Neubildung „abnormer“ Verbindungen
  • die Mechanismen an den Synapsen (Neurochemische Übertragungsstelle zwischen 2 Nervenfasern), die der Erholung der Laufbewegung zugrunde liegen, die durch Rehabilitationstraining und Pharmakotherapie erreicht wird.

 
Ziel ist, die Basis für effektivere, neurorehabilitative Strategien zu schaffen.