Michael V. Sofroniew, University of California, Los Angeles, USA

Die Verletzung überbrücken: Mikroprothesen sollen verletztes Rückenmark ersetzten und die Heilung beschleunigen

Gefördert in: 2009, 2010, 2011


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Rückenmarksverletzungen führen zu bleibenden Funktionsausfällen der Kraft und Sensibilität durch den Verlust von Nervenfasern. Nach einer Verletzung versuchen die Nervenzellen, neue Verbindungen aufzubauen.
Leider ist das verletzte Gewebe aber äußerst wachstumsfeindlich, da sich eine Narbe aus Bindegewebe bildet, die sich den neu aussprossenden Nervenzellen wie eine Wand in den Weg stellt. Das Ziel dieses Projektes ist es daher, synthetische „Brücken“ aus einem Hydrogel-Gerüst zu implantieren, über die dann Nervenfasern auswachsen können.
In einem zweiten Schritt sollen diese synthetischen Brücken (flüssige Neuroprothesen) auch Substanzen freisetzen können, die das Nervenwachstum zusätzlich anregen und die getrennten Rückenmarksabschnitte wieder vernetzen.