Rubèn Lopez-Vales, Universidad Autònoma de Barcelona, Barcelona, Spanien

Die heilende Kraft des Immunsystems stimulieren

Gefördert in: 2009, 2010, 2011


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Der chronische Sekundärschaden nach einer Rückenmarksverletzung trägt neben dem primären Trauma wesentlich zu anhaltenden Funktionseinschränkungen bei, weshalb die Reduktion dieses Sekundärschadens eine wichtige Behandlungsstrategie ist.
Man geht davon aus, dass Entzündungsreaktionen einen großen Anteil an diesem Schaden haben und bestimmte Moleküle die Entzündung verstärken oder abschwächen können. Eins davon ist Lysophosphatsäure (LPA), eine biologisch hochaktive Substanz aus dem Fettstoffwechsel, die viele Funktionen im Körper hat. Die Rolle von LPA bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems ist bisher jedoch nicht gut untersucht. Erste Forschungsergebnisse dieser Gruppe legen allerdings eine starke Zunahme des Entzündungsgeschehens durch LPA nahe, in deren Folge funktionelle Einschränkungen und Entmarkungen auftreten.
Das Ziel der Forschung ist eine Verbesserung der Körperfunktionen nach Querschnittslähmung, indem die schädigenden Einflüsse einer Immunreaktion blockiert und die guten Effekte gleichzeitig verstärkt werden. Dieser Ansatz könnte schnell zu einer therapeutischen Anwendung an Patienten mit Rückenmarksschädigung führen, da derzeit viele Pharmaunternehmen auch wegen anderer Krankheiten an LPA-basierten Medikamenten interessiert sind.