Frederic Bretzner, Université Laval, CRCHU de Québec, Québec, Canada

Der Beitrag der Mesenzephalischen Bewegungszentrums an der funktionellen Erholung nach inkompletter Rückenmarksverletzung

Gefördert in: 2015, 2016, 2017, 2018


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Problem: Das Rückenmark verfügt über alle notwendigen Schaltkreise für Bewegungen; dennoch können Menschen mit einer Verletzung des Rückenmarks nicht laufen.

Angriffspunkt: Elektrische Stimulation des Mesenzephalischen Lokomotionszentrums könnte zu einer verbesserten funktionellen Wiederherstellung nach einer Rückenmarksverletzung führen.

Zielsetzung: Identifikation der genauen Schaltkreise, die repariert werden müssen, um funktionelle Verbesserungen der Bewegungsabläufe von Patienten mit Querschnittslähmung zu erreichen.

 

Obwohl das Rückenmark alle notwendigen Schaltkreise für Bewegungen verfügt, können Menschen mit einer Verletzung des Rückenmarks nicht laufen. Die Wiederherstellung der Bewegungsabläufe kann zum Teil durch Therapiestrategien bewirkt werden. Eine große Hürde bei der Übertragung dieser Versuche zu einer verbesserten Behandlung hin, ist aber, dass bisher keine geeigneten Ansatzpunkte im Gehirn und im Rückenmark identifiziert und charakterisiert wurden.

Kürzlich konnte gezeigt werden, dass die elektrische Stimulation des Mesenzephalischen Lokomotionszentrums – einem Bewegungszentrum oberhalb des Rückenmarks – zu einer verbesserten funktionellen Wiederherstellung von Rückenmarks-verletzten Nagern führt. Obwohl diese Region anatomisch identifiziert wurde, gibt es anhaltende Diskussionen darüber, welche Population von Nervenzellen genau beteiligt ist.

Mit Hilfe genetischer Werkzeuge will dieses Projekt die neuronale Basis dieses übergeordneten Lokomotionszentrums analysieren, um dessen funktionellen Beitrag zur Bewegungs- und Stabilitätskontrolle vor und nach einer Rückenmarksverletzung zu charakterisieren.

Diese Ergebnisse werden es ermöglichen, die genauen Schaltkreise zu identifizieren, die repariert werden müssen, um funktionelle Verbesserungen der Bewegungsabläufe von Patienten mit Querschnittslähmung zu erreichen.