© David Robinson

Unser persönliches 2015


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2015 war ein großartiges Jahr für unsere Stiftung. Unser Team ist weiter gewachsen. Wir haben dank Ihnen mit 7,5 Millionen Euro einen neuen Spendenrekord erreicht. Und in der Forschung haben wir auch wieder einen Sprung nach vorne gemacht. Was uns besonders in Erinnerung bleiben wird:

Anita Gerhardter, CEO

Einer meiner emotionalsten Momente 2015 war, als mein Kollege Wolfgang zum ersten Mal alleine, ohne seinen Betreuer nach Salzburg ins Büro gefahren ist. Wolfgang hat sich 2004 im Alter von 22 Jahren bei einem Unfall eine Verletzung des Rückenmarks zugezogen und ist seither von den Schultern abwärts gelähmt. Da er seine Arme und Hände nur eingeschränkt bewegen kann, braucht er normalerweise eine 24-Stunden-Assistenz, um sich zum Beispiel zu waschen oder anzuziehen. Seit drei Jahren hat er ein speziell umgebautes Auto, das er selbst fahren kann. Bei seiner Fahrt ins Büro war bisher immer sein Betreuer mit dabei. Im Frühjahr hat er sich dann das erste Mal alleine auf die Reise gewagt. Ich mag mir gar nicht vorstellen, welche Ängste und Zweifel ihn im Vorfeld geplagt haben. Aber er hat es geschafft und konnte sich damit ein kleines Stück Freiheit und Autonomie zurück erkämpfen – letztendlich das, wonach alle Betroffenen so sehr streben und was Wings for Life versucht, ihnen wieder zu geben.

 (Stefan Voitl)
© Stefan Voitl
 
Stefanie Spreitzer, Kommunikation

Das vergangene Jahr, war mein erstes bei Wings for Life. Mich mit querschnittsgelähmten Menschen über ihr Leben vor und nach ihrem Unfall zu unterhalten, war jedes Mal sehr emotional. Besonders in Erinnerung ist mir der ehemalige Profisurfer Baptiste Gossein geblieben. Ganz unspektakulär fiel der Franzose von seinem Surfboard, landete dabei aber so unglücklich, dass er seitdem gelähmt ist. Als er uns in Salzburg besuchte, erzählte er mir, wie sehr er es vermisst, den warmen Sand zwischen seinen Zehen zu spüren. Danach haben wir uns gemeinsam Surfvideos von ihm angesehen, die vor seinem Unfall aufgenommen wurden. Die Wehmut in seinen Augen beschäftigt mich bis heute.
 

Rebecca Holt, Event Management UK

Die TriHard-Challenge war mein Highlight in diesem Jahr. Dominik, Marcus und Anthony veranstalteten einen Triathlon, bei dem ich sie so gut es ging unterstützte. Von der ersten Planung bis zum Event selbst war es ein langer Weg. Ich durfte miterleben, wie sie selbstsicherer wurden und als Team zusammengewachsen sind. Wir sind sehr stolz auf sie und haben großen Respekt vor den 70.000 Euro, die sie für die Rückenmarksforschung gesammelt haben.
 (Olaf Pignataro )
© Olaf Pignataro

Rosi Lederer, Wissenschaftliche Koordination
Ein Highlight im wissenschaftlichen Bereich der Stiftung war sicherlich die Implementierung eines neuen Förderprogramms, des sogenannten ATP. Dieses Förderformat soll Forscher mit erfolgversprechenden Ansätzen dabei unterstützen, die Hürde auf dem Weg in die klinische Umsetzung zu überwinden. Dafür ist die Unterstützung von Experten notwendig. Vor diesem Hintergrund freue ich mich besonders über Bemerkungen von Wissenschaftlern, die wir um ein Gutachten für unsere Projektanträge bitten, wie diese: „Wings for Life ist eine wichtige Stiftung und macht einen großartigen Job“.
 (Stefan Weiß)
© Stefan Weiß
 
Elisa Krimbacher, Event Marketing
Mein Highlight war die Vielzahl der Menschen, die Wings for Life mit ihren Events unterstützen. Es gab heuer wieder einfallsreiche, sportliche und lustige Fundraising-Ideen. Es macht mich sehr stolz, dass so viele Menschen mit Begeisterung Spenden für die Rückenmarksforschung sammeln.

Peter Luckeneder, Finanzen und Recht

Ich hatte mein persönliches, berufliches Highlight mit der Teilnahme am Wings for Life World Run in St. Pölten. Obwohl ich normalerweise absolut kein passionierter Läufer bin, hat mich diese spezielle, sehr emotionale Atmosphäre extrem begeistert und beeindruckt. Nächstes Jahr bin ich sicher wieder am Start, um für jene zu laufen, die es selbst nicht mehr können.

 

Marco Gröbner, Marketing und Kommunikation
Aus einem spannenden und überaus erfolgreichen Jahr 2015 wird mir vor allem eines in Erinnerung bleiben: Der Besuch auf der Intensivstation im Londoner St. Georges Hospital. Gemeinsam mit meiner Kollegin Steffi war ich dort auf Recherche für unser neues Spendermagazin. Und auch wenn ich viele Betroffene kenne - der Kontakt mit frischverletzten Patienten und Angehörigen in ihren schwierigsten Stunden hat mich noch einmal tief bewegt. Umso erfreulicher, dass die dort arbeitenden Forscher schon sehr weit auf dem Weg zu einer möglichen Behandlung sind. Das motiviert. So kann es 2016 weitergehen.
 (Richie Hopson)
© Richie Hopson

Nikki Wilson, Leitung UK

Mein Highlight 2015 war unser Supporter Celebration Event. Zu Gast waren viele Menschen, die sich für uns engagieren. Unsere Unterstützerin Laurie Squirrell hat das erste Mal ihre Geschichte erzählt und uns alle daran erinnert, was Hoffnung bedeutet. „Jeden Morgen versuche ich mit meinen Zehen zu zappeln“, erzählte sie uns. „Ich weiß, dass sie sich nicht bewegen, aber die Hoffnung verschwindet nicht.“ Für Laurie und tausende andere Querschnittsverletzte auf der Welt zu arbeiten, ist ein Privileg.

Verena May, Wissenschaftliche Koordination
Bei meinen Besuchen von wissenschaftlichen Meetings treffe ich Forscher und Wissenschaftler, die sich dort über ihre Arbeit austauschen. Kürzlich habe ich mich wieder mit einigen unserer geförderten Forscher unterhalten. Sie alle haben mir bestätigt, wie wichtig unsere Förderung ihrer Projekte sind - und damit auch jede einzelne Spende. Manche Projekte wären ohne unsere und damit Ihre Unterstützung gar nicht gestartet. Das macht mich stolz.

 (David Robinson)
© David Robinson
 
Agnes Jeschko, Teamassistenz
Eine Anfrage hat mich heuer besonders bewegt. Sie kam von den Eltern eines jungen Mannes, der sich im Alter von 22 Jahren beim Sprung ins Wasser einen hohen Querschnitt zugezogen hat. Seine Geschichte war in vielen Details beschrieben und rührte mich zu Tränen. Wir von Wings for Life arbeiten mit ganzen Herzblut daran, ihm und allen anderen Betroffenen zu helfen.

Wolfgang Illek, Projekt Management

Ein Highlight aus dem Jahr 2015 war für mich die Zusammenarbeit mit einer Projektgruppe aus der Handelsakademie in Waidhofen an der Ybbs. Die Schüler haben sich für ihr Maturaprojekt mit Querschnittslähmung beschäftigt. Am Ende hat die Projektgruppe einen Workshop mit Impulsvortrag für die Schüler des Waidhofner Schulzentrums HAK/HAS/TZW organisiert, um so Bewusstsein für das Thema zu schaffen. Außerdem haben sie mit einer hilfreichen Spendenaktion die Rückenmarksforschung unterstützt.

 

Anna Lidster-Woolf, Eventmanagement UK

Im Mai 2015 waren meine Freunde und ich beim Wings for Life World Run in Silverstone am Start. Es war ein unglaublicher Tag, man hat die Aufregung und den Enthusiasmus richtig gespürt. Dort kam ich auch zum ersten Mal mit Wings for Life in Kontakt. Kurz danach habe ich dort mit einem Praktikum angefangen und bin stolz, jetzt fix im Team zu sein.
 

Hannah Bostock, Partner Management UK

2015 war ein großartiges Jahr für Wings for Life UK und unsere Partnerschaften. Wir haben viele neue Unterstützer gewinnen können. Die Fitting Rooms, Fluidata oder Hexagon Manufacturing Intelligence, um nur rein paar zu nennen… Wir haben die Geschichte von Wings for Life an so viele Menschen wie möglich gebracht und schätzen es, solche fokussierten und engagierten Partner hinter uns zu haben. Ich kann kaum erwarten zu sehen, was 2016 bringt.

Vielen Dank! Wir wünschen Ihnen schöne Feiertage, einen guten Rutsch und freuen uns schon auf ein spannendes Jahr 2016!