Startschuss für klinische Studie mit Schwann-Zellen


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Das Miami Project to Cure Paralysis erhielt die FDA Genehmigung für eine Phase-I-Studie, in der die Sicherheit der Transplantation von Schwann-Zellen zur Behandlung einer Rückenmarksverletzung geprüft werden soll (Safety Studie).

Anders als die Nervenfasern im zentralen Nervensystem können die Nervenfasern von peripheren Nerven nach Verletzung regenerieren. Schwann-Zellen, die die Myelinscheiden der peripheren Nerven bilden, fördern das Wiederauswachsen der peripheren Nervenfasern nach Verletzung. Diese Tatsache macht sie für den therapeutischen Einsatz bei Rückenmarksverletzung interessant.

Beginnend 1989 mit der Arbeit von Prof. Bunge hat das multidisziplinäre Miami Project Team viele Jahre an einem Therapie Konzept für Rückenmarksverletzungen unter Verwendung von Schwann-Zellen gearbeitet.

In die jetzt beginnende klinische Studie werden acht Patienten mit einem kompletten thorakalen Querschnitt aufgenommen. Um patienteneigene Schwann-Zellen zu erhalten, müssen sich die Patienten, die in die Studienteilnahme eingewilligt haben, innerhalb von fünf Tagen nach dem akuten Trauma einer Biopsie eines sensorischen peripheren Nerven unterziehen. Die so erhaltenen Zellen werden für ca. fünf Wochen in einer GMP (Good manufactoring practices) Facility kultiviert, vermehrt und aufgereinigt. 26-40 Tage nach dem akuten Trauma werden den Patienten diese Zellen ins Rückenmark transplantiert, die Patienten befinden sich zum Zeitpunkt der Transplantation in einem subakuten Krankheitsstadium. Die Patienten werden im ersten Jahr sehr engmaschig kontrolliert und weitere vier Jahre in größeren Abständen nachuntersucht.

Alle Eingriffe und Untersuchungen werden in der Universitätsklinik Miami, dem Jackson Memorial Hospital und The Miami Project to Cure Paralysis durchgeführt.
 
Weitere Informationen unter:
www.miamiproject.miami.edu