Society for Neuroscience 2014


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Kürzlich fand in Washington der größte neurowissenschaftliche Kongress der Welt statt. Unsere wissenschaftliche Koordinatorin Dr. Rosi Lederer war vor Ort und berichtet wie sie das Meeting erlebt hat.

Draußen pfeift ein eisig kalter Wind, während ich auf den Transfer zum Flughafen Washington Dulles warte. Zehn Minuten zuvor habe ich die „Presidential Lecture“ zum Thema Endogene Stammzellen von Fiona Doetsch verlassen und damit den größten neurowissenschaftlichen Kongress der Welt: das SfN-Meeting 2014 (Society for Neuroscience).

Zirka 30.000 Neurowissenschaftler aus aller Herren Länder treffen sich jährlich zu diesem Kongress, der abwechselnd in Washington, San Diego oder Chicago stattfindet. In den zahlreichen Sälen des gigantischen Kongresszentrums finden fünf Tage lang von jeweils 08:00 bis 18:00 Uhr hunderte Vorträge zu den verschiedenen Fragestellungen der Neurowissenschaften statt. Tausende Poster (Anm.: Visueller Vortrag in Form eines Plakates) werden präsentiert und diskutiert. Um aus dem schier überwältigenden Programm eine persönlich richtige Auswahl treffen und dann vor Ort auch koordinieren zu können, muss man sich gut vorbereiten und die täglichen Programmbücher gut studieren.  

Zwischen den verschiedenen Vorträgen legt man weite Wege zurück. An einem Verpflegungsstand hole ich mir einen Kaffee. Da die Sitzgelegenheiten wie meist belegt sind, genieße ich ihn auf den sitzen auf den Treppen des Convention Centers.  Mein Kopf brummt nach so viel Wissenschaft, dazu kommt der Schlafmangel aufgrund des Jetlags. Ich war jetzt volle drei Tage vor Ort und hatte viele Treffen mit Kollegen von anderen Stiftungen wie dem ISRT oder der Christopher & Dana Reeve Foundation. Ich habe an Workshops teilgenommen und  einige von Wings for Life geförderte Wissenschaftler getroffen. Spannend waren für mich vor allem die Vortragsreihe zum Thema Nervenregeneration, organisiert von Zhigang He und Jeff Goldberg, oder die neuen wissenschaftlichen Ausblicke zum Thema „In vivo reprogramming“. Sprecher dieses Jahres waren unter anderem  Thomas Jessell zum Thema “Circuits and Strategies  for Skilled Motor Behavior”, Tadashi Isa zu „The Brain is needed to Cure Spinal cord Injury  und Fiona Doetsch zu “Stem Cells in the Brain: Glial Identiy and Niches”.

Müde, aber auch sehr zufrieden, trete ich bald den Heimflug an. Hoffentlich werde ich den Großteil davon verschlafen.