Roadtrip durch Amerika


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Das Wasser des Pazifiks ist warm und salzig. Lukas und Bernhard tauchen immer wieder ihre Köpfe unter, während hinter ihnen die Sonne vor der amerikanischen Westküste zusehends an Kraft verliert. Ihre Räder ließen beide im Sand liegen, liefen einfach wild drauflos, als sie endlich am Meer angekommen waren. „Wir haben es tatsächlich mit unseren Bikes von New York nach Los Angeles geschafft. In diesem Moment waren wir alles auf einmal: stolz, wehmütig und unendlich glücklich“, erinnert sich Lukas an das einmalige Erlebnis.


Viel Organisation, Planung und Training liegen hinter den beiden 28-Jährigen. Schon vor vier Jahren hatte Lukas aus St. Georgen an der Gusen den Traum, mit eigener Muskelkraft in Amerika von Ost nach West zu radeln. Konkret wurde die Idee, als er seinen BWL Kommilitonen Bernhard einweihte. „Ehrlich gesagt habe ich ihn nicht ganz ernst genommen, als er bei meinem Vorhaben dabei sein wollte.“
Die beiden sind nämlich grundverschieden. „Ich will an meine Grenzen gehen. Erst wenn es richtig anstrengend wird, ist es für mich eine Herausforderung“, so Lukas. „Und ich fand einfach die Idee cool, habe mir über Kondition und den sportlichen Aspekt gar nicht so viele Gedanken gemacht“, gibt Berni zu.

Einen Euro pro Kilometer 
Während ihrer Vorbereitungszeit beschlossen die Masterstudenten, ihrem Projekt einen sozialen Mehrwert zu geben. „Schnell war für uns klar, dass wir für Wings for Life radeln wollen“, so der gebürtige Linzer Berni. Beide mochten die Idee, dass jeder gespendete Euro zu 100% in die Forschung geht. „Dann haben wir uns ein Konzept überlegt und schließlich Etappen unseres Trips zum Verkauf angeboten. Ein Kilometer konnte für einen Euro erworben werden.“ Freunde, Familienmitglieder und Bekannte waren von dem Charity-Aspekt begeistert, sammelten rasch die 5499 Gesamtkilometer in Form von Geld zusammen. „Auf unserer Reise ist uns dann richtig bewusst geworden, wofür genau wir die Spenden eingetrieben haben. Gesund und damit frei zu sein – den Muskelkater zu spüren, gehen zu können - hat uns demütig gemacht.“

Lust und Leid im Sattel
An 54 Tagen radelten die beiden durch Amerika – vom Strand Manhattans im Osten bis Manhattan Beach im Westen. „Wir hatten Reifenplatzer, waren manchmal unterschiedlicher Meinung und gingen auch körperlich an unsere Grenzen“, denkt Berni zurück.Gerade die ersten 2000 Kilometer mussten sie sich an die neuen Umstände gewöhnen, fuhren danach aber sogar 212 Kilometer am Stück.
Die Daheimgebliebenen wurden über die Homepage der beiden auf dem Laufenden gehalten. „Unsere Story und den gemeinnützigen Aspekt dahinter haben wir auch in Amerika oft erzählt. Sogar während der Reise sind bei uns immer wieder Spenden eingegangen, manche haben uns sogar in Bars Geld zugesteckt, weil sie so begeistert waren.“

 
Das Ziel
Zurück in Österreich, nahmen die beiden dann die letzte Etappe ihres Masterstudiums in Wien in Angriff und hielten Vorträge über ihre Erfahrungen. „Außerdem konnten wir am Ende 7038 Euro an Wings for Life übergeben,“ so die stolzen Sportler. Die nächsten Projekte sind bei beiden schon grob in Planung. „Aber dieser eine Moment, den wir hatten, als wir nach unserem Trip das Meer erreicht haben, bleibt unvergesslich.“


Fundraising ist einfach
Möchten Sie mit einem privaten Fest, der Teilnahme an einem Marathon oder einer anderen Idee Gutes tun? Dann starten Sie Ihre persönliche Spendenaktion, motivieren Sie Freunde und sammeln Sie Spenden. Ihrer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Jeder Euro fließt zu 100% in die Rückenmarksforschung.