Reagenzgläser gegen Turnschuhe


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Zu Cambridge in England hat die von Wings for Life geförderte Jessica Kwok einen sehr engen Bezug. Erst arbeitete die Wissenschaftlerin neun Jahre lang am Cambridge Centre for Brain Repair an der Seite von Professor James Fawcett. Kürzlich ist sie mit ihrem eigenen Forschungsteam an die University of Leeds gewechselt. Beim Wings for Life World Run tritt die Wissenschaftlerin mit ihren Kollegen aus dem Labor an. Und das bereits zum dritten Mal. 

Quer durch Europa
2014 reiste Dr. Kwok nach Barcelona, um beim ersten Wings for Life World Run teilzunehmen. „Ich liebe es zu reisen und war von Anfang an fasziniert von der Idee hinter dem globalen Lauf. Als Unterstützerin und geförderte Wissenschaftlern war ich eine der ersten, die sich damals angemeldet hat“, erzählt sie.
Im Jahr darauf war die Forscherin in München dabei. „Heuer habe ich überlegt, nach Norwegen zu fliegen aber als ich erfuhr, wo der Wings for Life World Run in England stattfindet, wollte ich mir das nicht entgehen lassen“, freut sie sich über die Location Cambridge.
Die Motivation mitzulaufen, ist für sie eine ganz persönliche. „Ich arbeite daran, die Behinderung nach einer Rückenmarksverletzung einzudämmen. Am Tag des Laufes war es offensichtlich, warum das so wichtig ist. Mit dem Rollstuhl teilzunehmen ist wirklich schwer – für die Läufer war das eindeutig leichter. Trotzdem haben mich die Rollstuhlfahrer am meisten gepusht.“ 

„Es ist wichtig, weiter zu machen.“
Jessica Kwok forscht an der Frage, wie man die wachstumshemmende Wirkung von Molekülen, die in der Entwicklung an der axonalen Wegfindung beteiligt sind (repulsive wegweisende Moleküle) und nach einer Rückenmarksverletzung die Reparatur der Nervenfasern hemmen, ausschalten kann.
Das langfristige Ziel ihrer Arbeit ist es, eine praktische Behandlung zu entwickeln, die die Regeneration nach einer Verletzung fördert. „Es ist wichtig weiter zu machen und die Forschung von Rückenmarksverletzungen weiter voran zu treiben“, so Kwok. „Sogar Behandlungen, die nur wenige Funktionen wieder ermöglichen, sind ein Gewinn und verbessern die Lebensqualität eines jeden Betroffenen.” Wo Jessica Kwow nächstes Jahr mitläuft, weiß sie auch schon: „2017 werde ich wahrscheinlich Norwegen nachholen”, lacht sie.

Jessica Kwok beim Wings for Life Scientific Meeting 2016. (David Robinson)
Jessica Kwok beim Wings for Life Scientific Meeting 2016.  © David Robinson


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