Neurotrauma Summer School


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Ende Juni 2014 fand die zweite, gemeinsam ISRT und Wings for Life ins Leben gerufene „European Neurotrauma School“ statt, dieses Mal an der Fundación Ortega y Gasset in Toledo, Spanien. 30 Doktoranden und junge Wissenschaftler aus Europa und USA nahmen die Gelegenheit wahr, sich intensiv mit den verschiedenen Fragen der Rückenmarksforschung, von der Pathologie bis hin zu möglichen Behandlungsstrategien, auseinanderzusetzen und weiterzubilden.

Die Themen der Vorträge und Workshops spannten den Bogen von den neurobiologischen Abläufen bei einer Rückenmarksverletzung über Aspekte der Plastizität des zentralen Nervensystems, der Verwicklungen des Immunsystems, der Komplexität klinischer Behandlungsansätze bis hin zu klinischen Studien und Medikamentenentwicklung. Führende internationale Forscher erklärten in ihren Vorträgen die wissenschaftlichen Entwicklung bis hin zu den aktuellsten Ergebnissen ihres jeweiligen Feldes und diskutierten mit den jungen Wissenschaftlern intensiv die Möglichkeiten einer Weiterführung der bisherigen Resultate in die klinische Anwendung.

„Für mich war die Summer school eine sehr wertvolle Erfahrung. Mir hat vor allem der produktive Austausch zwischen Klinikern und Grundlagenforschern sehr gefallen, da dies ja genau die Schnittstelle ist, an der ich später mal tätig sein will. Die neuesten Erkenntnisse, die einem durchaus positiv in die Zukunft schauen lassen, wurden auf wirklich interessante Weise dargestellt. Genauso wurden derzeitige Hürden offen auf den Tisch gelegt, die es gemeinsam zu meistern gilt. Alles in allem eine gelungene Woche!“ (L. Gassner, Teilnehmer aus Österreich)

Wichtig für die Forschungstätigkeit der jungen Wissenschaftler war die Fortbildung zu den Vorzügen und Limitierungen der verschiedenen Modellsysteme. Darüber hinaus wurden die klinischen Aspekte und die Probleme, die für die Patienten am drängendsten sind, behandelt und derzeit laufende klinische Studien vorgestellt..

Eine Poster-Präsentation ermöglichte, über das eigene Forschungsfeld hinaus Einblicke in die Nachbarschaftsdisziplinen zu bekommen und sich mit den Fragen der Kollegen aus anderen Labors auseinanderzusetzen.  Eine große Bereicherung war auch die Diskussion der eigenen präsentierten Arbeit mit den anwesenden Experten, die schließlich die drei besten Poster kürten. Gratulation an:

1. Mark Anderson, Brain Mind Institute at École polytechnique fédérale de Lausanne
2. Isaac Phang, St George's University of London
3. Jessica Marbourg, Ohio State University

Am letzten Tag der Neurotrauma School bekamen die Teilnehmer die Möglichkeit, die neuen Gebäude des 1974 gegründeten National Hospital for Paraplegics in Toledo zu besichtigen. Dieses Zentrum bietet gute Umgebungsbedingungen für eine enge Beziehung zwischen Klinik und Forschung, denn es beherbergt neben den klinischen Einrichtungen auch Forschungsgruppen und Labors. Hier präsentierten die spanischen Wissenschaftler ihre Arbeiten auf Postern und zeigten den interessierten jungen Wissenschaftlern die Labors und Forschungsstätten.