Junge Wissenschaftler für die Zukunft fördern


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Der englische Physiker und Mathematiker Isaac Newton sagte: „Wenn ich weiter als andere gesehen habe, dann nur deshalb, weil ich auf der Schulter von Giganten stand.“ Er nutzte für seine Arbeit das Wissen und die Erfahrung ihm vorangegangener Wissenschaftler und bekam so seinen Weitblick.
Dieser Logik folgend, möchte die Forschung nun die Ausbildung junger Forscher vorantreiben. Fortschritt wird dann beschleunigt, wenn der Nachwuchs von den besten aktiven Wissenschaftlern geschult wird. 

Erst ausfindig machen…
In der Biomedizin oder Neurologie gibt es viele Gebiete (unter anderem Alzheimer, Parkinson, Multiple Sklerose, Depressionen oder Traumatische Gehirnverletzung) auf die sich Studenten spezialisieren können. Jan Schwab von der Ohio State University in Columbus und Wissenschaftlicher Direktor von Wings for Life: „Es ist großartig den Enthusiasmus junger Talente zu erleben. Ich glaube, es ist unsere Pflicht sie zu unterstützen und ihr Potential zu fördern.” Um die jungen Menschen für das Feld der Rückenmarksforschung zu begeistern, muss es aktiv beworben werden.

… dann trainieren!
Wings for Life und Spinal Research organisieren deshalb alle zwei Jahre die „Summer School für Rückenmarksverletzungen und Neurotrauma“. Bei dieser fünftägigen Veranstaltung lernen junge Kliniker, Doktoranden und Postdoktoranden, einige der einflussreichsten Wissenschaftler auf dem Gebiet der Rückenmarksforschung kennen und erfahren mehr über ihre Arbeit.

In diesem Jahr wurden den 25 Studenten alle Aspekte der Rückenmarksforschung - von der Grundlagenforschung bis zur translationalen Forschung – nähergebracht. Bei einem Besuch des Schottischen Zentrums für Rückenmarksverletzungen konnten sie mehr Einblicke in die Diagnostik, Akutversorgung und Rehabilitation von Patienten gewinnen. „Die dramatischen Folgen einer Rückenmarksverletzung haben den jungen Wissenschaftlern die Wichtigkeit der Forschung noch einmal bestätigt“, so Schwab.
Außerdem präsentierten die Teilnehmer ihre eigene wissenschaftliche Arbeit und konnten diese mit den anderen Teilnehmern diskutieren.

Forschungsqualität sichern
Bei dieser Art von Ausbildung sollen bereits im Bereich Rückenmarksforschung arbeitende Wissenschaftler der neuen Generation als Vorbild dienen. Durch ihre Erfahrung wird der Wert von soliden, qualitativ hochwertigen Ergebnissen weitergegeben. Zusätzlich lernen Nachwuchswissenschaftler, wie wichtig es ist, Ergebnisse effektiv zu kommunizieren.

Bisher haben mehr als 100 junge Forscher aus der ganzen Welt an der „Summer School für Rückenmarksverletzungen und Neurotrauma“ teilgenommen. Von 2012 bis 2018 fand sie in London (England), Toledo (ESP), Hattingen (GER) und Glasgow (SCO) statt. Mit der Unterstützung etablierter Wissenschaftler und Kliniker wollen ISRT und Wings for Life eine Heilung von Querschnittslähmung vorantreiben.