Internationale Neurotrauma Summer School


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Bereits zum 3. Mal konnten Studenten an der Internationale Neurotrauma Summer School, die gemeinsam von Wings for Life und ISRT (International Spinal Research Trust) organisiert wird, teilnehmen.

Lokaler Mitorganisator war Prof. Hans Werner Müller vom Molekularen Neurobiologie Labor der Heinrich-Hein Universität Düsseldorf. 25 Studenten aus Europa, Nordamerika und China kamen im deutschen Hattingen zusammen, um ihr Wissen zu Querschnittslähmungen, biologischen Veränderungen nach der Verletzung und möglichen Behandlungsstrategien zu vertiefen.

Studenten im Austausch mit Experten
In Vorträgen und Workshops wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die unterschiedlichen Aspekte der Forschungsfelder rund um die Rückenmarksverletzung näher gebracht. International führende Experten auf ihrem Gebiet beleuchteten Hintergründe und Fortschritte auf dem Gebiet der Axonregeneration, Neuroprotektion und der glialen Narbe. Sie informierten über die neuronale Plastizität und deren Bedeutung für die lokomotorische Aktivität, stellten die Bedeutung des Immunsystems nach einer Rückenmarksverletzung heraus und erörterten die Vor- und Nachteile von verschiedenen Modellsystemen und deren Auswertung.

Nachwuchsforscher werden prämiert
In einer Postersession konnten die Studenten dann ihre eigenen Forschungsvorhaben und Ergebnisse vorstellen, diskutieren und die Meinung von erfahrenen Wissenschaftlern hören. Die besten Poster wurden von der Fachjury ausgezeichnet. Der dritte Platz ging an Abdolrahman Omidinia-Anarkoli vom DWI - Leibniz-Institut für Interaktive Materialien in Aachen, Deutschland. Zweite wurde Kathren Fink von der Yale University in New Haven, USA. Und das am besten bewertete Poster wurde von Mathew Gallagher von der St George's University of London in UK, vorgestellt. Ein Sonderpreis wurde an Chelsea Wood von der University of Chester, UK verliehen.

Translation in die Klinik
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Summer School war die Übertragung von Ergebnissen aus dem Labor in die klinische Anwendung. So wurden Ergebnisse der ersten klinischen Studien zu Stammzelltransplantationen diskutiert. Auch klinische Probleme, wie die Akutversorgung nach einer Querschnittslähmung und die Blasendysfunktion wurden thematisiert.

Ein Besuch im Berufsgenossenschaftlichen Universitätsklinikum Bergmannsheil in Bochum rundete den einwöchigen Kurs ab und demonstrierte den Studenten die Anwendung eines HAL (hybrid assistive limb)-Exoskeletts an Patienten, das in der Lage ist, noch vorhandene Bewegungsfunktionen des Patienten zu verstärken.