Die Stand Up Paddle Challenge


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Es ist 6 Uhr früh. Die Luft über dem Bergsee fühlt sich frisch und rein an. Gleichmäßig und fast geräuschlos paddelt David Grubinger mit seinem Stand Up Paddle Board über das klare Wasser. Immer mehr reflektiert es die ersten Sonnenstrahlen und färbt sich in ein sattes türkisgrün. Der 29-Jährige schließt für einen Moment die Augen und genießt die Wärme auf seinem Gesicht. Dann kontrolliert er seine Sportuhr. Wieder 1,02 km geschafft. „Das Gefühl am Morgen ganz alleine auf einem unberührten See zu stehen ist unglaublich“, beschreibt der Tiefgrabener die friedlichen Momente.  

Seit Februar bepaddelt David die schönsten Seen des Salzkammergutes. „Ich wollte es schaffen, über das Jahr verteilt 200 Kilometer zu paddeln“, erzählt er von seinem ambitionierten Ziel. Mitte Juli hat er bereits neun Seen befahren. Darunter der Hintersee, Altausseersee oder Wallersee. Irgendwann kam dem Sportler dann die Idee, seine persönliche Herausforderung dem guten Zweck zu widmen. „Am Wasser hat man Zeit nachzudenken. Ich war oft erfüllt mit Dankbarkeit. Dass ich in der Lage bin, das alles zu erleben.“ David spricht von körperlichen Einschränkungen, Schmerzen und Abhängigkeit. Dinge, die eine Querschnittslähmung mit sich bringt. „Für mich wurde immer mehr klar, dass ich das nicht nur für mich, sondern auch für die Rückenmarksforschung und die Freiheit für andere tue. Mit jedem Kilometer sollte ein Euro an Wings for Life gehen.“


David paddelt das ganze Jahr über, manchmal wird er vom starken Wind überrascht, einmal verliert er sogar das Gleichgewicht und fällt ins 15 Grad kalte Wasser des Gosausees. Am Ende beweisen seine Aufzeichnungen dann 19 besuchte Seen und 218 gepaddelte Kilometer. „Ich war zufrieden mit der Distanz, mein Ziel war erreicht. Nur die Zahl war mir dann doch etwas zu unrund“, lacht der gelernte Tischler. Am Morgen des Heiligen Abends startet er deshalb noch einmal aufs Wasser. Mit Neoprenanzug und inmitten der Schneelandschaft des Mondsees. „So habe ich am Ende 222 Kilometer zusammengebracht.“

 

Bei seiner nächsten Aktion möchte David auch andere miteinbeziehen; vielleicht Wandern oder Mountainbiken und für jeden zurückgelegten Kilometer Spenden sammeln. Wenn auch ihr uns unterstützen möchtet, meldet eure Idee einfach hier an. Jeder gespendete Euro geht zu 100% in die Rückenmarksforschung um Querschnittslähmung zu heilen.