Tina Hötzendorfer
Tina Hötzendorfer  © Fritz Hauswirth

Diagnose: Querschnittslähmung


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Nach einem schweren Sportunfall vor knapp fünf Jahren wurde Tina Hötzendorfer genau mit dieser Diagnose konfrontiert. Trotz vieler Rückschläge hadert die lebensfrohe und sympathische Tirolerin nicht mit ihrem Schicksal, sondern kämpft sich zurück in ein möglichst geregeltes Leben. In einem Interview gibt sie uns einen Einblick, wie sich ihr Leben seit dem Unfall verändert hat.

Wie ist es zu deiner Rückenmarksverletzung gekommen?
Es war der 3. Februar 2008, ein wunderschöner Wintertag, der mein Leben von einer Sekunde auf die andere komplett verändert hat. Ich stürzte beim Snowboarden und erlitt einen Trümmerbruch des 6. Halswirbels. Schon als ich regungslos und mit stechenden Schmerzen im ganzen Körper auf der Piste lag, wusste ich intuitiv, was geschehen war. Im Krankenhaus wurde mir meine Vermutung bestätigt. Komplette Querschnittlähmung! Tetraplegie!

Wie hat sich dein Leben seither verändert?
Was es bedeutet, plötzlich querschnittgelähmt zu sein, war mir anfangs nicht bewusst, vor allem dass mehr dahinter steckt als „nur" nicht mehr gehen zu können. Ich musste wieder alles neu lernen: Essen, Zähneputzen, Anziehen etc. Es war ein harter Kampf mit vielen Rückschlägen. Aber mir war es von Anfang an sehr wichtig, meinen Alltag mit so wenig Hilfe wie möglich bestreiten zu können.

Welche weiteren Ziele hast du dir nach deinem Unfall gesteckt?
Ein anderes Ziel, das ich mir schon bald nach meinem Unfall vorgenommen hatte war, eine Arbeit oder Aufgabe für mich zu finden. Dass ich mit meiner großen Leidenschaft, der Kunst, recht erfolgreich sein werde, hätte ich mir damals jedoch nicht gedacht. Jetzt, fast 5 Jahre nach meinem Unfall, führe ich ein glückliches und erfülltes Leben. Ich versuche immer positiv und optimistisch zu sein, auch wenn manchmal Steine oder doch auch große Felsbrocken im Weg liegen.

Verfolgst du die Entwicklung der Rückenmarksforschung und was gefällt dir an Wings for Life?
Die Entwicklung der Rückenmarksforschung verfolge ich interessiert und gebe die Hoffnung nicht auf, dass Querschnittlähmung doch eines Tages heilbar sein wird. An Wings for Life schätze ich sehr, dass die gesamten Spenden direkt in die Forschung fließen und dass durch die Öffentlichkeitsarbeit so viele Menschen auf das Thema Querschnittlähmung aufmerksam gemacht werden.

Weitere Informationen zu Tina finden Sie unter: www.rollinart.at