© David Robinson

Come together der Wissenschaft


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Marios Papadopoulos vom St. George’s Healthcare NHS Trust in London, Gabi Müller vom Schweizer Paraplegiker-Zentrum in Nottwil, Michael Sofroniew von der University of California, Los Angeles, Randy Trumbower von der EMORY School of Medicine in Atlanta, Samuel David von der McGill University in Montreal oder Ella Doron-Mandel vom Weizmann Institute of Science in Rehovot, Israel – man könnte die Liste der Teilnehmer lange so weiter führen.
Die weltweit führenden Forscher im Bereich Rückenmarksforschung trafen sich auch in diesem Jahr wieder zum Wings for Life Scientific Meeting. Das Ziel dabei ist es, geförderte Projekte vorzustellen, Wissen auszutauschen und Diskussionen zu führen.

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Am ersten Tag begrüßte unser Wissenschaftlicher Direktor Jan Schwab alle Teilnehmer und stellte die Schwerpunkte des Meetings heraus. Hier sind die Sessions im Überblick.

Die ersten fünf geförderten Vortragenden beschäftigten sich mit dem Thema Axonregeneration. Friedrich Propst von der Uni Wien erforscht dabei beispielsweise das Gerüst von Nervenzellen, um Möglichkeiten zu finden, die Regeneration zu verbessern und zu kontrollieren.

Diesem Schwerpunkt folgten Vortäge zum Forschungsgebiet der Sekundärschädigung, so z.B. von Marc Ruitenberg von der University of Queensland in Australien. Er testet gerade eine Antikörper-Therapie. Seine Ergebnisse zeigen eine erfolgreiche Verminderung der Sekundärschädigung.

In Session drei – Plastizität – präsentierte u.a. Philippa Warren von der Case Western Reserve University in den USA einige vielversprechende Ergebnisse für die Wiederherstellung der Atmungsfunktion durch Manipulation der Zellumgebung in Kombination mit Hypoxie.

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Im Anschluss wurden die Wings for Life Life-Time Achievement Awards an Albert Aguayo and Charles Tator verliehen. Sie haben das gesamte Feld der Neuroregeneration vorangebracht und so viele Generationen erfolgreicher Wissenschaftler inspiriert. „Als Rückenmarksforscher muss man ein Optimist sein“, so Tator. „Ich glaube es gibt gute Chancen, dass einer hier im Raum, vielleicht sogar ich, eine wissenschaftliche Entdeckung macht, die die Funktion von Rückenmarkspatienten verbessert.“
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Der erste Tag wurde mit der jährlichen Poster Session beschlossen, bei der geförderte Wissenschaftler ihre neuen Projekte vorstellten und diskutierten.
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Am zweiten Tag des Meetings stellten Teilnehmer ihre Arbeiten und Erkenntnisse zu Stammzellen & Biomaterialien vor. Michael Fehlings von der Universität Toronto, Kanada, zeigte, dass induzierte Stammzellen Rückenmarksgewebe vor dem Untergang bewahren können und zu Funktionsverbesserungen führen können.
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Später wurden Klinische Aspekte akuter Rückenmarksverletzungen thematisiert. Steve Casha von der Universität Calgary, Kanada, beispielsweise präsentierte dabei die laufende Phase III Studie über Minozyklin. Sie ist eine Fortführung der Phase II-Studie, die zeigte, dass diese Behandlung kurz nach einer Rückenmarksverletzung protektiv sein kann.

Randy Trumbower von der Emory School of Medicine, USA, stellte seine Erkenntnisse in der folgenden Session zu Klinischen Aspekten chronischer Rückenmarksverletzung vor. Er konnte zeigen, dass durch kurze und wiederholte Hypoxie-Episoden das Laufvermögen von inkompletten, chronischen Patienten erfolgreich verbessert wird.

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Zum Abschluss wurde die Wings for Life Poster-Preise verliehen. Patrick Whelan von der Universität Calgary, Kanada, wurde vom Scientific Advisory Board für seine Arbeit über Zentren im Hirnstamm, die die Laufbewegung aktivieren, mit dem ersten Preis ausgezeichnet.  


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Alle Teilnehmer haben eines gemeinsam: Das komplexe Problem Rückenmarksverletzung. Sie alle haben das Meeting genutzt, um Input aus anderen Blickwinkeln zu bekommen. Ein Austausch, von dem alle profitieren werden.