Colin Jackson
Colin Jackson 

13 Mal um die Welt für einen guten Zweck


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Nach dem  Wings for Life World Run gab der Internationale Sportdirektor Colin Jackson einige der atemberaubenden Zahlen rund um die einzigartige Veranstaltung bekannt. Beim Charity-Lauf am Sonntag sind die 35.397 Läufer insgesamt 530.928 Kilometer gelaufen – umgerechnet 13 Mal um die Welt.

Die erste Ausgabe des Wings for Life World Run, bei dem auf 34 Strecken in 32 Ländern auf 6 Kontinenten und in 13 verschiedenen Zeitzonen gleichzeitig gelaufen wurde, sorgte für beeindruckende Zahlen. Unterwegs gab es für die vielen Teilnehmer am logistisch wohl komplexesten Laufevent der Geschichte unzählige schöne Augenblicke, die ihnen ewig in Erinnerung bleiben werden. Am Ende standen zwar Lemawork Ketema aus Äthiopien (78,58 km) und Elise Selvikvag Molvik aus Norwegen (54,78 km) als „Global Winners“ fest, doch in Wahrheit waren am Sonntag alle Läufer und Rollstuhlfahrer Sieger.

„Die Veranstaltung war zweifelsohne ein Riesenerfolg“, so Jackson. „Überall auf der Welt haben uns die Läufer erzählt, wie gut ihnen dieses einzigartige Rennen gefallen hat und wie sehr sie sich schon auf nächstes Jahr freuen.“

Sämtliche Einnahmen sowohl durch die Teilnahmegebühr der 50.398 angemeldeten Läufer als auch durch Sponsorengelder und weitere Spenden kommen zu 100 % der Rückenmarksforschung zugute. Insgesamt sind mehr als 3 Millionen Euro zusammengekommen.

Auf den 34 Strecken in 32 Ländern gingen insgesamt 35.397 Läufer an den Start. In Indien etwa fiel der Startschuss in brütender Nachmittags-Hitze bei 40 Grad Celsius, für die Teilnehmer im hohen Norden Kanadas hieß es hingegen warm anziehen: Dort wurde vor Sonnenaufgang bei eisigen Temperaturen gestartet. Im Durchschnitt schafften die Läufer 14,99 km, 233 knackten die Marathondistanz von 42,2 km.

Ziel aller Läufer war es, so lange und so weit wie möglich zu laufen, bis sie vom herannahenden „Catcher Car“ eingeholt wurden. Diese „bewegte“ Ziellinie ist auf jeder Strecke genau 30 Minuten nach dem Start losgefahren. Nach einer Stunde waren weltweit beachtliche 29.847 Läufer noch unterwegs. Drei Stunden nach dem Startschuss waren nur mehr 327 Teilnehmer auf den Beinen. Nach vier Stunden war das globale Feld auf 26 Athleten geschrumpft.

Im spannenden Dreikampf um den Sieg fiel die Entscheidung nach etwas mehr als fünf Stunden: Im Donautal in Österreich zog Ketema mit einem Sprint an Evgenii Glyva aus der Ukraine vorbei. Zu diesem Zeitpunkt lief der Peruaner Remigio Huaman Quispe schon lange allein an der Spitze in Lima. Trotz einer Entfernung von 11.000 km lieferten sich Ketema und Quispe ein packendes Fernduell um den Sieg, das bei den Zuschauern online und vor dem Fernseher für Furore sorgte. Am Ende siegte Ketema – mit ganzen 90 Metern Vorsprung!

„Nach mehr als 78 km gab es ein Foto-Finish“, lacht Jackson. Bis zur Bekanntgabe des offiziellen Ergebnisses dauerte es noch einige Minuten, da die gelaufenen Distanzen in den jeweiligen Ländern von den Timekeepers vor Ort genau kontrolliert werden mussten. Am Montag wurde das Ergebnis erneut bestätigt.

Zahlen im Überblick

Angemeldet: 50.398
Gestartet: 35.397
Nach 1 Stunde: 29.847
Nach 2 Stunden: 5.146
Nach 3 Stunden: 327
Nach 4 Stunden: 26
Nach 5 Stunden: 3
Marathondistanz absolviert: 233
Kilometer gesamt: 530.928
Durchschnitt: 14,99 km